Metall-Tarif: Einigung auf den letzten Drücker - DER SPIEGEL
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Metall-Tarif Einigung auf den letzten Drücker

Ein Spitzengespräch brachte den Durchbruch. Im Tarifstreit der nordrhein-westfälischen Metall-und Elektroindustrie gibt es eine Einigung: drei Prozent mehr Lohn und Einmalzahlungen.
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Düsseldorf - Der Verhandlungsleiter der nordrhein-westfälischen IG Metall, Detlef Wetzel, sagte am Morgen, man habe eine Erhöhung der Löhne um drei Prozent für zehn Monate vereinbart. Für die Monate März bis Mai soll es zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 310 Euro geben. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von insgesamt 13 Monaten.

Beide Seiten sprachen von einem Erfolg. Der IG-Metall-Bundesvorsitzende Jürgen Peters nannte das Ergebnis einen "Kompromiss mit Augenmaß" und ein "sehr brauchbares Ergebnis". Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser sagte, der Abschluss liege am oberen Rand der wirtschaftlichen Möglichkeiten der Betriebe.

Die Tarifparteien hatten sich in letzter Minute auf einen neuen Vertrag mit Pilotcharakter für die ganze Branche geeinigt und damit einen drohenden unbefristeten Streik abgewendet. Die Lösung war bei einem Spitzentreffen besiegelt worden, an dem unter anderem die IG-Metall-Spitzenvertreter Jürgen Peters und Huber sowie Gesamtmetallchef Martin Kannegiesser teilgenommen hatten. Zuvor hatten die Unterhändler die ganze Nacht hindurch gefeilscht.

Die Arbeitgeber hatten am Freitagnachmittag in der siebten Verhandlungsrunde ein neues Angebot für die 700.000 Metaller in NRW vorgelegt, das zwei Lohnerhöhungen um 2 Prozent plus Einmalzahlungen vorsieht. Dieses hatte die IG Metall aber als unzureichend zurückgewiesen. Zuvor hatte die Gewerkschaft selbst ihre Forderung von 5 auf 3,4 Prozent mehr Geld reduziert, jedoch außerdem eine Einmalzahlung von 0,4 Prozent verlangt.

Die IG Metall hatte gedroht, beim Ausbleiben einer Einigung bis Montag um Mitternacht Urabstimmungen für einen unbefristeten Streik einzuleiten.

rüd/AP/Reuters/ddp