Metallbranche: Arbeitgeber legen erstes Tarifangebot vor - DER SPIEGEL
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Metallbranche Arbeitgeber legen erstes Tarifangebot vor

In den Tarifstreit der Metallbranche kommt Bewegung. Nach wochenlangem Zögern will die Arbeitgeberseite heute erstmals ein konkretes Tarifangebot unterbreiten. Dies dürfte aber weit unter den Forderungen der IG Metall liegen - nun droht die Eskalation.
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Düsseldorf/Mannheim/Frankfurt am Main - Die Arbeitgeber wollen der IG Metall heute in Düsseldorf rund 1,2 Prozent mehr Geld bieten. Außerdem brachte der Präsident der nordrhein-westfälischen Metall-Arbeitgeber, Michael Jäger, eine Einmalzahlung ins Gespräch, über deren Höhe in den Unternehmen entschieden werden soll.

Für die IG Metall, die für die 3,4 Millionen Beschäftigten fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt fordert, dürfte die Arbeitgeber-Linie nicht ausreichend sein. Der Zweite Vorsitzende Berthold Huber machte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa deutlich, dass die größte deutsche Industriegewerkschaft ein "faires Angebot" erwarte. "Das heißt nicht irgendeine Zahl", sagte Huber. "Wenn das Angebot nicht annähernd unseren Vorstellungen entspricht, dann wird eine Dynamik freigesetzt."

"Irgendwann ist der Rubikon überschritten und die Gewerkschaft gezwungen zu handeln", so Huber. Spätestens Ende April falle die Entscheidung über Urabstimmung und Streik. Neben Nordrhein-Westfalen wird heute auch in Baden-Württemberg in vierter Runde verhandelt. Die Gespräche für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland werden am Montag fortgesetzt.

Die Verhandlungen werden von weiteren Warnstreiks begleitet sein. In den ersten sechs Tagen seit dem Ende der Friedenspflicht haben sich nach Angaben der IG Metall rund 422.000 Arbeitnehmer an den Protestaktionen beteiligt - allein gestern waren es 52.000.

Erstmals ruft die IG Metall auch die Beschäftigten beim Autobauer Opel zum Warnstreik auf. Die Gewerkschaft erwartet rund 6000 Teilnehmer bei einer Kundgebung in Rüsselsheim. Eine Woche nach Beginn der Warnstreiks steuern die Proteste auch in Hessen damit auf einen ersten Höhepunkt zu.

suc/dpa-AFX/dpa