Metalltarifrunde: Einigung im Westen, Streiks im Osten - DER SPIEGEL
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Metalltarifrunde Einigung im Westen, Streiks im Osten

Die Metall-Tarifparteien in den Bezirken Niedersachsen sowie Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland haben sich darauf verständigt, den für Nordrhein-Westfalen gefundenen Pilotabschluss "eins zu eins" zu übernehmen. Dagegen drohen im Osten flächendeckende Warnstreiks.
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Frankfurt am Main - "Das ging relativ zügig", sagte ein Gewerkschaftssprecher nach den erfolgreichen Verhandlungen für die Westländer. Dagegen stehen im Osten die Zeichen auf Sturm.

Für Thüringen, das ebenfalls zu dem Tarifbezirk gehört, gelte die Abmachung nicht, erklärte der Frankfurter IG-Bezirksleiter Klaus Mehrens. Er kündigte für Dienstag Warnstreiks an, um eine weitere Angleichung der Arbeitsbedingungen zu erreichen

Nach dem Abbruch der Tarifrunde für Sachsen rief auch dessen IG-Metall-Bezirkschef Hasso Düvel zu Warnstreiks in ganz Ostdeutschland auf. Die Geduld der Arbeitnehmer sei zu Ende, drohte er. Mit den Streiks will die Gewerkschaft die Tarifverhandlungen für Berlin und Brandenburg begleiten, die Düvel als aussichtsreicher einschätzte als die für Montag angesetzten Gespräche für Sachsen-Anhalt in Magdeburg.

Nach Düvels Angaben hatte es in der Nacht bei den Verhandlungen eine Annäherung gegeben: "Wir waren nahe dran." Die Chance auf eine rasche Einigung sei dann aber überraschend geplatzt.

Der jetzt in den drei Westländern für rund 360.000 Beschäftigte übernommene Abschluss sieht Gehaltserhöhungen ab Mai über drei Prozent und ab Mai 2001 über weitere 2,1 Prozent vor. Für die Monate März und April 2000 wird eine Einmalzahlung von insgesamt 330 Mark vorgenommen. Zudem wird die Altersteilzeit verbessert.