Metro: Baumärkte machen Schwierigkeiten - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Metro Baumärkte machen Schwierigkeiten

Der Metro-Konzern konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr um über acht Prozent steigern. Während sich die Elektronikmärkte positiv entwickelten, zeigten sich die Heimwerkersparte und der Lebensmittelhandel in trüberem Licht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Düsseldorf - Die Metro hat ihren Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 8,4 Prozent auf 42,71 Milliarden Mark erhöht. Das Ergebnis habe sich um 10,4 Prozent auf 138 Millionen Mark verbessert, berichtete das Handelsunternehmen am Donnerstag.

Beim Sorgenkind Praktiker-Baumärkte stellte sich wegen hoher Anlaufverluste im Ausland und Kosten für die Neuausrichtung allerdings ein Verlust von neun Millionen Mark ein. Im Vorjahr lag noch ein positives Ergebnis von 44 Millionen Mark vor.

Im Gesamtjahr soll der Umsatz des Konzerns um rund sieben Prozent auf 91 Milliarden Mark steigen. Das sagte Vorstandschef Hans-Joachim Körber auf einer Telefonkonferenz mit Analysten. Das zweite Halbjahr müsste danach stärker als das erste werden. Beim Ergebnis erwartet Metro für das ganze Jahr einen Anstieg von zehn Prozent. Nach Worten des Vorstandschefs will das Unternehmen zu Beginn des nächsten Jahres auf dem vietnamesischen Markt Fuß fassen. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz sei durch "forcierte Internationalisierung" in den ersten sechs Monaten bereits von 37,2 Prozent auf 40,3 Prozent erhöht worden.

Die Zahlen lagen insgesamt im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Die beiden Metro-Geschäftsfelder Großhandel und Verbraucherelektronikmärkte seien weiterhin die tragenden Säulen. Dagegen drücke die Einzelhandels- und Baumarktsparte die Profitmarge, hieß es von den Experten.

An der Börse wurden die Daten jedoch negativ aufgenommen. Die Metro-Aktien fielen am Morgen um mehr als drei Prozent.