Metro: Handelsriese macht Kasse mit seinen Immobilien - DER SPIEGEL
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Metro Handelsriese macht Kasse mit seinen Immobilien

Die Metro AG hat ihren gesamten Immobilienbesitz für 5,4 Milliarden Mark verkauft - faktisch an sich selbst. Der Handelsriese will mit dem Erlös die Kriegskasse für Expansionen auffüllen.
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Düsseldorf - Die insgesamt 290 Objekte in Deutschland, der Türkei, Griechenland, Ungarn und Luxemburg sind an eine Vermarktungsgesellschaft abgegeben worden, die zu 51 Prozent der WestLB gehört und zu 49 Prozent der Metro selbst. Diese Firma soll die Immobilien binnen zwei bis drei Jahren möglichst gewinnbringend an Investoren weiterverkaufen, erklärte Konzernsprecher Martin Raßfeld gegenüber SPIEGEL ONLINE. Wobei sämtliche Standorte ihre langfristigen Mietverträge von im Schnitt 15 bis 20 Jahren behielten. Der Überschuss fällt komplett der Metro zu, die WestLB erhält eine marktübliche Vergütung.

Das Geld soll laut Raßfeld in die "Kriegskasse fließen", um "Akquisitionen oder organisches Wachstum" zu finanzieren. Dazu könnte es bald kommen. In dem neuen Geschäftsfeld E-Commerce will die Metro "in näherer Zukunft" Neuigkeiten mitteilen. Denkbar seien auch Zukäufe in den USA, wo Metro zur Zeit nicht vertreten sei, erklärte eine Bankanalystin.

Mit dem Immobilienverkauf läutet die Metro nach eigenen Angaben einen Strategiewechsel ein. Mit Blick auf die deutlich höheren Rendite-Erwartungen aus dem Handel im Vergleich zu Immobilien erwartet das Unternehmen eine höhere Rentabilität auf das eingesetzte Kapital. Raßfeld: "Immobilien lohnen sich nicht."