Metro MediaMarkt-Mutter verfehlt Umsatzziel
Düsseldorf - Der Jahresumsatz sei um 5,3 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte Metro am Mittwoch mit. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Umsatzplus bei 5,5 Prozent. In Aussicht gestellt hatte Metro ein währungsbereinigtes Wachstum von mindestens sechs Prozent. Die Metro-Aktie fiel am Mittwoch im frühen Handel um 2,8 Prozent auf 40 Euro.
"Insgesamt lag der Konzernumsatz in Euro mit 56,4 Milliarden Euro im Rahmen unser Erwartungen," sagte Vorstandschef Hans-Joachim Körber. Im vierten Quartal stieg der Umsatz um sechs Prozent auf 16,8 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Plus 4,9 Prozent. "Der zufrieden stellende Verlauf des Weihnachtsgeschäftes stimmt uns für 2005 zuversichtlich", erklärte Metro. Allerdings habe das sonst starke Nachweihnachtsgeschäft deutlich unter den Erwartungen gelegen.
Wegen der guten Entwicklung im Ausland und einer besser als erwartet ausfallenden Entwicklung im Nonfood-Bereich halte Metro an seiner Ergebnisentwicklung fest. Metro erwarte beim Ergebnis je Aktie weiter ein Wachstum zwischen sechs und zehn Prozent. Allerdings seien darin die Aufwendungen durch die Abgabe von Extra-Märkten noch nicht enthalten, schränkte der Konzern ein. Seine Ergebniszahlen will Metro am 22. März veröffentlichen.
Der Preisauftrieb in wichtigen Auslandsmärkten sei geringer ausgefallen als bei der Prognose unterstellt, sagte ein Unternehmenssprecher zur verfehlten Umsatzprognose. "Dafür haben wir im Ausland aber auch mehr Euros für die jeweilige Landeswährung bekommen." Während der Metro-Umsatz im Jahr 2003 vor Währungseffekten noch 1,7 Prozentpunkte höher lag als nach Währungseffekten, lag er bei diesem Vergleich im zurückliegenden Jahr 0,2 Prozentpunkte niedriger
Konkrete Umsatzzahlen für die Entwicklung seiner einzelnen Vertriebswege nannte Metro noch nicht. In seiner wichtigsten Sparte, dem Großhandelsgeschäft (Cash & Carry), sei der Umsatz vor Währungseffekten auch im vierten Quartal "solide gewachsen", hieß es. Das Wachstum bei den ebenfalls rasch expandierenden Elektronikfachmärkte MediaMarkt und Saturn habe zwischen Oktober und Dezember auf dem Niveau des dritten Quartals gelegen. Damals war die Sparte vor Wechselkursen um 4,7 Prozent gewachsen.