Metro: Milliarden-Immobilien im Angebot - DER SPIEGEL
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Metro Milliarden-Immobilien im Angebot

Um die Verluste einer Tochter auszugleichen, will der Einzelhandelsriese Metro offenbar in den nächsten Tagen auf einen Schlag 357 Gebäude und Grundstücke verkaufen. Es wäre einer der größten Immobilien-Deals der deutschen Geschichte.
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Düsseldorf - Wie das "Handelsblatt" schreibt, werde das größte deutsche Einzelhandelsunternehmen Immobilien mit einem Wert zwischen drei und vier Milliarden Euro verkaufen. Der Vertrag solle Anfang November unterschrieben werden. Der Aufsichtsrat könnte bereits in seiner Sitzung am 30. Oktober informiert werden.

Dem Bericht zufolge sollen sämtliche aus- und inländischen Filialen und Grundstücke des Konzerns veräußert werden, zu dem neben der Großhandelssparte unter anderem die Ketten Real, Extra, Saturn, Praktiker, Media Markt und Kaufhof gehören. Hinterher wolle Metro die Immobilien aber zurückmieten. Offiziell wollte die Metro AG den Bericht, der sich auf Unternehmenskreise beruft, nicht bestätigen.

Anlass für diesen geplanten Leasing-Trick, auch Sale-and-lease-back-Verfahren genannt, sind offenbar die Verluste der Tochter Divaco. In ihr sind zum Beispiel die Beteiligungen am PC-Hersteller Maxdata und am Computerverkäufer Vobis organisiert. Die Metro wolle die Divaco-Verluste mit den Einmaleinnahmen ausgleichen und nehme dafür in Kauf, künftig Mieten zu zahlen. Nach dem Geschäft, so das "Handelsblatt", könne Metro einen außerordentlichen Ertrag zwischen 500 und 700 Millionen Euro verbuchen.

Am Kauf der Immobilien sind dem Bericht zufolge die US-Fondsgesellschaften Blackstone, GE Capital sowie die Investmentbanken Morgan Stanley und Merrill Lynch interessiert.

Der Verkauf wäre das größte Immobiliengeschäft seit die Bundesregierung sich vor zwei Jahren für 3,9 Milliarden Euro von 114.000 Eisenbahnerwohnungen trennte. Analysten äußerten sich gegenüber dem "Handelsblatt" skeptisch über die Pläne. Die geplante Transaktion sei nicht nachzuvollziehen, hier werde das Tafelsilber verkauft.