Metro-Pläne: Media Markt soll an die Börse - DER SPIEGEL
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Metro-Pläne Media Markt soll an die Börse

Aufräumen im Hause Metro: Der Handelskonzern denkt über einen Börsengang für seine Elektronikmarkttochter Media Markt Saturn nach. Außerdem will er das Warenhaus Galeria Kaufhof loswerden - möglicher Käufer könnte Karstadt sein.
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Hamburg - Noch sind die Pläne nicht konkret - aber immerhin so weit gediehen, dass Metro-Chef Eckehard Cordes damit an die Öffentlichkeit geht: Der Handelskonzern erwäge einen Börsengang für seine Elektronikmarkttochter Media Markt Saturn, sagte Cordes heute auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. "Wir werden das Unternehmen börsenfit machen." Zu einem Zeitplan für den möglichen Börsengang machte er allerdings keine Angaben.

Gleichzeitig will Cordes die Warenhauskette Galeria Kaufhof loswerden - auch wenn er einen möglichen Verkauf nur als "Option" bezeichnete. Es habe bislang aber noch keine Verkaufsgespräche gegeben. Als Interessent für die Warenhäuser wurde an der Börse immer wieder der Konkurrent Arcandor   ins Spiel gebracht, zu dem Karstadt gehört.

Der Metro-Konzern werde in aller Ruhe die Möglichkeiten prüfen. Schon seit dem Amtsamtritt von Cordes im November wird heftig über die Zerschlagung des Handelsunternehmens spekuliert. "Galeria Kaufhof ist ein erfolgreiches, jedoch aus Konzernsicht kein strategisches Geschäft", sagte er jetzt.

"Metro wird nicht zerschlagen"

Cordes betonte zugleich, dass der Metro-Konzern nicht zerschlagen werde. Die Metro   werde weiterhin als Dax-30-gelistetes Unternehmen existieren, nur mit einem möglicherweise veränderten Portfolio. "Es ist unsere Pflicht, unser Portfolio anzuschauen."

Die Zurückhaltung bei der Konzernprognose für das laufende Jahr begründete Cordes mit der Sanierung von Real   sowie der schwierigen Verfassung der weltweiten Finanzmärkte. "Ich glaube nicht, dass wir in den letzten Tagen das Ende der Fahnenstange gesehen haben", sagte Cordes. Die Rezession in den USA werde auch Rückwirkungen auf die europäischen Märkte haben.

Die Supermarktkette Real ist ein Sorgenkind von Metro. Die Supermarktkette machte im vergangenen Jahr einen operativen Verlust von 16 Millionen Euro. Cordes gab den Supermärkten eine Schonfrist von zwei Jahren. Bis dahin will er Real mit stärkeren Eigenmarken, weiteren Kostensenkungen und einer Werbekampagne wieder auf Kurs bringen.

cvk/sam/AFP/Reuters/dpa-AFX