mg technologies Harsche Kritik von Großaktionär
Frankfurt am Main - Gemeinsam mit anderen Aktionären und der Öffentlichkeit sei er über die tatsächliche Entwicklung bei der Tochtergesellschaft Lurgi getäuscht worden, sagte Happel in einem Gespräch mit der "Welt am Sonntag". Das mg-Management habe im Sommer 1999 ein Gutachten vorgelegt, in dem der Wert von Lurgi mit 2,4 Milliarden Mark ermittelt worden sei. Diese Bewertung habe auf der Prognose gefußt, dass Lurgi bis 2001/02 einen harmonisch ansteigenden Gewinn von über 300 Millionen Mark erwirtschafte. "Statt satten Gewinnen produzierte die Lurgi zuletzt tiefrote Zahlen", sagte Happel.
Der Großaktionär kritisierte ebenfalls Vorgänge im Zusammenhang mit der Erstumstellung auf die Bilanzierungsform US-GAAP. Diese sei grundsätzlich "zu begrüßen", so Happel. "Hier wurden jedoch alle Spielräume ausgenutzt, um das Unternehmen besser darzustellen als es ist", erklärte er. Es könne im Übrigen nicht sein, "dass die mg ein Ergebnis von 550 Millionen Mark ausweist, sagt, sie hätte den Gewinn um 47 Prozent gesteigert, und in Wahrheit resultiert das Ganze aus dem Verkauf von Tochterfirmen mit einem Buchgewinn von rund 500 Millionen Mark".