Microsoft Gewinn steigt um mehr als 100 Prozent
Wieder einmal hat es der Softwareriese aus Redmond allen Rivalen gezeigt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres belief sich der Nettogewinn auf 2,73 Milliarden Dollar, gab das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt. Das entspricht 50 Cents pro Aktie - mehr als doppelt so viel wie die 23 Cents im gleichen Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 43 Cents pro Aktie gerechnet.
Der Umsatz stieg auf 7,75 Milliarden Dollar - eine Steigerung um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erwartet worden war ein Wachstum von 17 Prozent.
"Die Ergebnisse des ersten Quartals waren außergewöhnlich stark", sagte Finanzvorstand John Conner bei der anschließenden Telefonkonferenz. Als Grund nannte er die erfolgreiche Umstellung des Software-Verkaufs auf ein mehrjähriges Lizenzmodell. Der Lizenzhandel mit den Cash-Kühen Windows und Office werde Microsoft auch in Zukunft stabile Einnahmen garantieren, sagen Analysten.
Die Microsoft-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 5,8 Prozent. Die guten Zahlen würden am Freitag auch die Wall Street beflügeln, prognostizierten Marktteilnehmer.
Microsoft hob gleichzeitig seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr an, das am 30. Juni 2003 endet. Der Gewinn je Aktie soll demnach zwischen 1,89 und 1,95 Dollar liegen. Bislang hatte das Unternehmen eine Ergebnis von 1,85 Dollar avisiert.
Die Umsatzprognose wurde von 31,4 bis 32 Milliarden Dollar auf 32,2 bis 32,6 Milliarden Dollar angehoben.