Microsoft Gewinnerwartungen übertroffen
Redmond - Der Gewinn sei auf 2,44 Milliarden Dollar von 1,98 Milliarden im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte der weltgrößte Softwarehersteller in Redmond im US-Bundesstaat Washington mit. Ohne Sondereffekte habe der Gewinn 47 Cents je Aktie betragen. Analysten hatten 42 Cents erwartet. Microsoft äußerte sich aber zugleich vorsichtig über die künftige Entwicklung. Für das dritte Quartal wird von einem Gewinn von etwa 42 Cents je Aktie ausgegangen. Daraufhin gab die Aktie an der deutschen Börse leicht nach.
Der Umsatz bei Microsoft stieg im zweiten Quartal auf 6,11 (Vorjahr: 5,2) Milliarden Dollar. Für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres weist Microsoft damit einen Gewinn von 4,63 (3,67) Milliarden Dollar und einen Umsatz von 11,5 (9,39) Milliarden Dollar aus.
Den Zuwachs verdankt Microsoft vor allem einer starken Nachfrage nach Computern und dem damit verbundenen höheren Bedarf an Software. Der Bereich entwickelte sich positiv, obwohl es in der Branche allgemein Befürchtungen über eine geringere Nachfrage im Zusammenhang mit dem Jahr-2000-Problem gegeben hatte. Microsoft-Finanzvorstand John Connors äußerte sich dennoch zurückhaltend: "Wir bleiben vorsichtig in unseren Erwartungen über die Nachfrage nach PCs in der nächsten Zeit". Dies gelte auch für die Ausgaben von Unternehmen für Software. Microsoft gehe von einem moderaten Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2000 aus.