Microsoft: Keine Angst vor Symantec-Klage - DER SPIEGEL
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Microsoft Keine Angst vor Symantec-Klage

Der Start des neuen Windows-Betriebssystems Vista werde sich nicht durch die Klage des Antivirus-Spezialisten Symantec verzögern, beteuert Microsoft. Hintergrund des Streits: Die Wettbewerber des Software-Riesen fürchten um ihre Marktanteile.
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Peking - Er erwarte keine Verzögerungen hinsichtlich des Betriebssystems Vista, sagte Microsoft  -Chef Steve Ballmer heute in Peking der Nachrichtenagentur Reuters. Er fügte jedoch hinzu: "Der Fall geht jetzt aber vor Gericht."

Symantec   hatte Microsoft am vergangenen Donnerstag wegen Vertragsbruchs und der Veruntreuung geistigen Eigentums angeklagt, das Microsoft bei der Entwicklung dessen eigener Produkte genutzt haben soll. Der weltgrößte Softwareproduzent soll demzufolge Symantec-Techniken widerrechtlich im künftigen Windows-Betriebssystem Vista einsetzen. Speziell geht es um einen Vertrag in Zusammenhang mit einem Lizenz-Geschäft mit Veritas. Symantec hatte den Softwarekonzern im vergangenen Jahre gekauft.

Microsofts Wettbewerbern bereiten die Pläne des weltgrößten Softwarekonzerns schon länger Sorgen. Dazu zählen auch die Innovationen des Antivirensoftwareherstellers Sybari, den Microsoft vor rund einem Jahr übernommen hat. Bislang wird der Markt für Antivirensoftware von Spezialisten wie Symantec, McAfee und F-Secure beherrscht - nun droht der Einstieg des vertriebsmächtigen Branchenriesen und damit ein möglicher gewaltiger Umsatzverlust für die Etablierten.

Symantec, das den Markt für Sicherheitssoftware anführt und seinen Firmensitz im kalifornischen Silicon Valley hat, will nun eine gerichtliche Verfügung erreichen, die die weitere Entwicklung und den Verkauf der nächsten Microsoft Windows-Generation Vista blockieren würde.

Microsoft bestreitet einen Vertragsbruch und arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Klärung des Falles. Schließlich ist die neue Windows- und Office-Software Vista gemeinsam mit der Spielkonsole Xbox 360 von entscheidender Bedeutung für den Konzern: Beide Neuheiten sollen den seit 2002 unterdurchschnittlichen Aktienkurs wieder nach oben treiben.

Eine Verzögerung käme da momentan äußerst ungelegen: Microsoft musste die Einführung von Vista und seiner neuen Firmensoftware Office 2007 bereits im vergangenen März auf Januar 2007 verschieben - laut Ballmer habe der Grund in überambitionierten Plänen gelegen.

ank/Reuters