Microsoft Plansoll erfüllt
Seattle - Die Redmonder konnten den Gewinn pro Aktie im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2001 um sieben Prozent steigern. Bei einem Gewinn von 2,62 Milliarden Dollar bedeutet das 47 Cent je Aktie und entspricht damit den Erwartungen der Fachleute.
Noch im vergangenen Dezember hatte Microsoft die Analysten mit der Ankündigung alarmiert, der Gewinn werde wohl fünf bis sechs Prozent unter den zuvor gesteckten Zielen liegen. Die Experten hatten daraufhin ihre Erwartungen reduziert. "Am Ende lagen die Einkünfte sogar ein wenig höher, als wir selbst geschätzt hatten. Deshalb sind wir sehr froh über den Quartalsabschluss", erklärte der Finanz-Chef von Microsoft, John Connors.
Die Anleger reagierten denn auch merklich erleichtert auf die nicht so schlechten Nachrichten. Der Kurs der Microsoft-Aktie stieg im nachbörslichen Handel auf 58,13 Dollar von zuvor 55,63 Dollar.
Es sieht allerdings so aus, als ob auch für Beinahe-Monopolisten bei Computer-Betriebssystemen die Bäume in den nächsten Monaten nicht in den Himmel wachsen. Während Analysten für das dritte Quartal 2001 noch von einem Gewinn von 44 Cent pro Aktie ausgehen, äußert Connor sich vorsichtiger. Er geht von allenfalls 42 bis 43 Cent pro Aktie aus.
Grund für die reduzierten Erwartungen sei die weltweite Flaute beim Absatz von PCs und die geringe Investitionsbereitschaft der Unternehmen in Informationstechnologie. Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 erwartet Microsoft nun einen Umsatz zwischen 25,2 und 25,4 Milliarden Dollar.