Microsoft: Verkaufsorders nach Spitzenquartal - DER SPIEGEL
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Microsoft Verkaufsorders nach Spitzenquartal

Die starke Nachfrage nach Laptops, PCs und Servern verhalf auch Microsoft im vierten Quartal seines Geschäftsjahres zu einem deutlichen Gewinnsprung. Doch obwohl der Software-Gigant selbst überzeugt ist, dass der Boom anhält, sehen die Investoren Signale zum Ausstieg aus der Aktie.
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Seattle - Der Verlust fiel nicht ganz so drastisch aus wie beim Branchenkollegen Google, doch der Kurs der Microsoft-Aktie ging nach Börsenschluss doch deutlich in die Knie. Microsoft-Titel sanken um 54 Cent auf 25,90 Dollar, nachdem sie den Handel an der Nasdaq mit 26,44 Dollar verlassen hatten.

"Es ist schwer zu glauben, dass sie mit Zahlen kommen konnten, die so immens waren, wie die von Unternehmen wie Exxon, aber sie haben es getan", sagte Fred Burke, Fondsmanager bei Johnson Lemon Asset Management in Washington. Und trotzdem: "Es gibt viele Investoren am Markt, die davon ausgehen, dass Microsoft eine derartige Performance in der Zukunft nicht beibehalten kann", sagte er unter Verweis auf die Reaktion der Aktien des Unternehmens im nachbörslichen Handel

Im Schlussquartal per 30. Juni sei der Nettogewinn auf 3,70 Milliarden Dollar oder 34 Cent je Aktie gestiegen von 2,69 Milliarden Dollar oder 25 Cent je Aktie im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Der Umsatz sei um acht Prozent auf 10,16 Milliarden Dollar geklettert. Microsoft-Finanzchef Chris Liddell kündigte an, im neuen Geschäftsjahr wieder Kurs auf zweistellige Umsatz-Wachstumsraten zu nehmen.

"Wir sind aus dem (abgelaufenen Geschäfts-)Jahr mit acht Prozent Umsatzwachstum gekommen und sie werden sehen, wir streben für das neue Jahr zehn bis zwölf Prozent an", sagte Liddell der Nachrichtenagentur Reuters.

Vor Sonderposten ergab sich den Angaben nach ein Gewinn von 33 Cent je Aktie im vierten Quartal. Hier hatten Analysten im Schnitt mit 31 Cent je Aktie gerechnet. Für das laufende erste Quartal rechnet Microsoft mit einem Gewinn von 29 bis 31 Cent je Aktie bei Umsätzen von 9,7 Milliarden bis 9,8 Milliarden Dollar. Analysten prognostizierten zuletzt 30 Cent je Aktie, beim Umsatz allerdings 9,95 Milliarden Dollar.

Für das neue Geschäftsjahr (per Juni 2006) erwartet Microsoft Umsätze von 43,7 Milliarden bis 44,5 Milliarden Dollar und peilt einen Gewinn von 1,27 Dollar je Aktie bis 1,32 Dollar je Aktie an. Hier hatten Analysten zuletzt mit 43,65 Milliarden Dollar und 1,30 Dollar Gewinn je Aktie gerechnet.

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