Miese Quartalszahlen: Börse straft DaimlerChrysler ab - DER SPIEGEL
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Miese Quartalszahlen Börse straft DaimlerChrysler ab

Ein schwarzer Tag für DaimlerChrysler. Die Quartalszahlen, die das Unternehmen heute vorlegte, fielen mehr als mäßig aus und die Börse strafte den Autobauer sofort heftig ab: Zwischenzeitlich verloren die Aktien bis zu fünf Prozent ihres Wertes.
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Stuttgart - Von einem guten Auftakt des Geschäftsjahrs kann bei DaimlerChrysler keine Rede sein: Einen Überschuss von 344 Millionen Euro hatten von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten im Schnitt prognostiziert. Tatsächlich stieg der Konzerngewinn nach Steuern im ersten Quartal lediglich von 288 Millionen auf 299 Millionen Euro, wie DaimlerChrysler heute mitteilte.

Bei der US-Pkw-Gruppe Chrysler fiel der operative Gewinn trotz eines Absatzwachstums von vier Prozent auf 119 Millionen Euro von 252 Millionen Euro im Vorjahr. Auch die Nutzfahrzeug-Sparte konnte mit 426 Millionen Euro nicht an ihr Vorjahresergebnis anknüpfen.

Nur der Umsatz des Autobauers fiel unerwartet kräftig aus: Dank Absatzzuwächsen bei der Mercedes-Pkw-Gruppe und einem hohen Plus bei der Chrysler-Gruppe wuchs er um 17 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro.

Auch die Mercedes-Gruppe sah nicht besser aus. Trotz eines Absatzzuwachses von mehr als zwölf Prozent auf 295.000 Fahrzeuge in den Monaten Januar bis März verbuchte die Gruppe, zu der die Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach gehören, einen operativen Verlust in Höhe von 678 Millionen Euro nach einem Minus von knapp einer Milliarde Euro vor Jahresfrist. Vor allem die dauerkriselnde Kleinwagensparte Smart belastete das Ergebnis. Für dessen Sanierung gab der Konzern erneut knapp eine Milliarde Euro aus, da das viersitzige Modell des Smart eingestellt werden soll. Die geplante Reduzierung der Mercedes-Benz-Belegschaft kostete weitere 203 Millionen Euro.

Die Anleger zeigten sich bitter enttäuscht von den Geschäftszahlen: Die Aktien des Autobauers gaben nach Bekanntgabe um satte fünf Prozent auf 44,43 Euro nach. Einige Analysten zeigten sich überrascht von der heftigen Reaktion der Anleger. Adam Jonas von Morgan Stanley erklärte jedoch, der Aktienmarkt habe bei der bisher unter Qualitätsproblemen und Überkapazitäten leidenden Mercedes-Gruppe auf positive Überraschungen gehofft.

ase/Reuters

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