Mieses Quartal Hyundai-Gewinn bricht um die Hälfte ein
Durch die fast täglichen Streiks, mit denen die Mitarbeiter die Produktion von im Juli immer wieder stilllegten, habe Hyundai vorübergehend seine Exportlieferungen einstellen müssen. Nach eigenen Angaben des Unternehmens entstanden durch die Streikaktionen Produktionsverluste von 1,3 Billion Won.
Beim Export verzeichnete Hyundai Motor deshalb im dritten Quartal im Vorjahresvergleich einen Rückgang von 9,5 Prozent auf knapp 204.000 Einheiten. Auch die stärkere Landeswährung Won machte dem Autobauer dabei zu schaffen. Im Inland ging der Absatz nur leicht um 0,3 Prozent auf rund 135.400 Autos zurück.
Mit diesen heute präsentierten Zahlen enttäuschte das Unternehmen die Markterwartungen deutlich. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Reingewinn von umgerechnet 323,5 Millionen Euro gerechnet.
Das Tochterunternehmen Kia rutschte im dritten Quartal unerwartet sogar in die roten Zahlen. Statt des von Analysten vorhergesagten Erlöses von 29,5 Milliarden Won (rund 24,5 Millionen Euro) wies Kia - der zweitgrößte Autohersteller Südkoreas nach der Mutter Hyundai - einen Nettoverlust von umgerechnet 72,7 Millionen Euro aus. Die Hyundai-Aktien verloren nach Vorlage des Unternehmensberichts rund eineinhalb Prozent an Wert.
Experten zeigten sich jedoch zuversichtlich, dass Hyundai dank guter Geschäfte in Übersee im vierten Quartal ein besseres Ergebnis einfahren und die schleppende Nachfrage im Inland wettmachen könnte. Dabei sei die Produktion im Ausland entscheidend für die Zukunft des Unternehmens. Wie heute bekannt wurde, scheiterten jedoch die Gespräche von Hyundai mit der usbekischen Regierung über den Kauf eines ehemaligen Werks des koreanischen Herstellers Daewoo.
ase/dpa-AFX/Reuters