Milliardäre: Moskau, das Mekka der Superreichen - DER SPIEGEL
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Milliardäre Moskau, das Mekka der Superreichen

Was schillernden Reichtum betrifft, kann Moskau mit den Metropolen dieser Welt locker mithalten. Die russische Hauptstadt beherbergt mehr Milliardäre als jede andere Stadt der Welt. Mit 33 Superreichen schlägt sie sogar New York.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Moskau - Der reichste Mann in Russland ist den Angaben zufolge der inhaftierte ehemalige Chef des Ölunternehmens Jukos, Michail Chodorkowski, mit einem geschätzten Vermögen von 15,2 Milliarden Dollar. Insgesamt besitzen die russischen Milliardäre nach "Forbes"-Schätzungen rund 110 Milliarden Dollar, was fast einem Viertel des russischen Bruttoinlandsproduktes entspricht.

Die russischen Magnaten haben damit einen weitaus größeren Einfluss auf die Wirtschaft als die 52 US-Milliardäre. Diese sind zwar mit 651 Milliarden deutlich reicher, besitzen damit aber lediglich einen Anteil von sechs Prozent am Bruttoinlandsprodukt der USA.

Dabei ist in Russland der Trend zur Konzentration des Kapitals in den Händen weniger noch keineswegs abgeschlossen. Noch im Februar, als der amerikanische "Forbes" die Reichsten der Welt auflistete, gab es lediglich 25 russische Milliardäre.

Der im Westen wohl bekannteste ist Roman Abramowitsch, seit er sich im vergangenen Jahr den englischen Profifußballclub Chelsea gekauft hat. Der 37-Jährige rangiert mit 12,5 Milliarden auf Platz zwei hinter Chodorkowski. Auf Platz drei folgt Wiktor Wekselberg, der seine Milliarden mit Erdöl und Aluminium gemacht hat.

Zu den neu Hinzugekommenen gehört erstmals auch eine Frau. Jelena Baturina, eine Baulöwin, die sich inzwischen auch anschickt, Russlands Zementkönigin zu werden, besitzt laut Forbes 1,1 Milliarden Dollar. Allerdings kolportieren nicht nur Neider in diesem Zusammenhang, dass sie die Gattin des höchst einflussreichen Moskauer Bürgermeisters Juri Luschkow ist. In seiner Amtszeit hat Luschkow der russischen Hauptstadt einen Bauboom bislang nie gekannten Ausmaßes beschert.