Milliardärs-Ranking: Die schwersten Jungs der Welt - DER SPIEGEL
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Milliardärs-Ranking Die schwersten Jungs der Welt

Richtig viel Geld hat man, wenn man in einem Jahr zehn Milliarden Dollar verlieren kann und trotzdem noch der fetteste Fisch der Welt ist. Auf der neuesten Superreichen-Liste des US-Magazin "Forbes" finden sich Software-Mogule, Billig-Krämer und Kartoffel-Könige.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Der Amerikaner Bill Gates bleibt der reichste Mann der Welt - obwohl er rund zehn Milliarden Dollar verloren hat. Der Gründer des US-Software-Riesen Microsoft   mit rund 40,7 Milliarden Dollar führt weiterhin unangefochten die Liste der Superreichen. Die deutschen Brüder Karl und Theo Albrecht, Besitzer der Billigladenkette Aldi, behaupten ihren dritten Platz mit umgerechnet 25,6 Milliarden Dollar.

Dazwischen liegt auf dem zweiten Platz Warren Edward Buffett, der Investment-Mogul und Besitzer der Firma Berkshire Hathaway: Sein Vermögen beträgt laut "Forbes" 30,5 Milliarden Dollar - fünf Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr. Mitleid ist wohl dennoch fehl am Platze.

Der "Forbes"-Liste für das Jahr 2003 zufolge gibt es weltweit 476 Milliardäre, 21 weniger als im Vorjahr. Die meisten von ihnen, nämlich 222, sitzen in den USA; Deutschland hat immerhin 43 Milliardäre, acht mehr als in der Vorjahresliste. Nicht mehr gelistet ist der frühere Medienmilliardär Leo Kirch, im vergangenen Jahr immerhin noch Besitzer von einer Milliarde.

Neu auf der Hitliste sind Hans und Paul Riegel von Haribo (1,6 Milliarden Dollar) sowie Heinz-Horst Deichmann und Klaus-Michael Kühne (1,1 Milliarden Dollar) mit dem Transport-Unternehmen Kühne & Nagel.

Nur wenig vermehren konnte Friedrich Karl Flick sein Vermögen auf 5,7 Milliarden Dollar (von 5,5 Milliarden), die Oetker-Familie legte dagegen eineinhalb Milliarden zu auf 5,5 Milliarden (von vier Milliarden Dollar). Keine Verluste oder Gewinne machte die BMW-Familie Quandt. Stefan Quandt besitzt 4,3 Milliarden Dollar, Johanna Quandt 3,4 Milliarden. Auch der Medienunternehmer Hubert Burda blieb mit 2,9 Milliarden Dollar auf dem gleichen Platz.

Der jüngste Milliardär auf der "Forbes"-Liste ist der 19-jährige Erbe Albert von Thurn und Taxis, der 1,5 Milliarden Dollar besitzt. Der älteste ist der 94-jährige Amerikaner John Simplot, dessen Familie mit Kartoffeln in Idaho ein Vermögen von 2,2 Milliarden Dollar gemacht hat.