Milliarden-Springflut - DER SPIEGEL
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Milliarden-Springflut

• aus DER SPIEGEL 42/1976
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Mehr Bargeld denn je lacht im nächsten Jahr den deutschen Sparern. 30 Milliarden Mark, so korrigierte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband jetzt die bisherigen Schätzungen nach oben, werden 1977 aus ablaufenden Sparverträgen frei -- mehr als doppelt soviel wie in den vorhergegangenen Jahren. Grund der Springflut: Nach sieben Jahren dürfen Arbeitnehmer erstmals an Gelder, die sie aufgrund des Dritten Vermögensbildungsgesetzes von 1970 angelegt haben. Schon am 1. Januar 1977 stehen 13 Milliarden Mark ins Haus, zur Jahresmitte weitere 17 Milliarden. Bisher gingen die Banken davon aus, daß zwei Drittel der frei werdenden Gelder wieder angelegt werden. Nach den Erfahrungen beim letzten Termin und Umfragen bei ihren Kunden rechnet aber die BfG-Tochter Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung in Frankfurt damit, daß nur jeder zweite sein Angespartes auf der Bank lassen wird. Folge: Ein kräftiger Konsumschub könnte die Konjunktur anheizen.

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