Milliarden-Vorstoß Chinesischer Ölkonzern will US-Multi schlucken
London - Die Verhandlungen zwischen CNOOC und Unocal befänden sich noch in einem frühen Stadium, schreibt die "Financial Times" in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertrauten Personen. Es sei noch nicht über Details gesprochen worden.
CNOOC habe Banken gebeten, eine Komplettübernahme zu prüfen, hieß es. Allerdings ist der Konzern wohl nur an den asiatischen Aktivitäten des US-Konzerns interessiert. Vor allem die Förderkapazitäten in Indonesien, Thailand, Bangladesch und Myanmar (Burma) sind für die Chinesen interessant. Die US-Vermögenswerte könnten zu einem späteren Zeitpunkt an einen Wettbewerber verkauft werden.
Derzeit suchen chinesische Unternehmen weltweit die Märkte nach günstigen Übernahmekandidaten ab. Erst im Dezember hatte der US-Konzern IBM seine PC-Sparte für 1,25 Milliarden Dollar an das chinesische Unternehmen Lenovo verkauft. Der Computerhersteller aus der Volksrepublik wird damit auf einen Schlag die Nummer drei der Branche. Sollte allerdings demnächst die Unocal-Übernahme zu Stande kommen, wäre dies die größte und bedeutendste Übernahme eines chinesischen Unternehmens außerhalb des Landes.