Milliardendeal: Chinesische Telefonriesen fusionieren - DER SPIEGEL
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Milliardendeal Chinesische Telefonriesen fusionieren

Hochzeit der Giganten in China: Der Mobilfunkbetreiber China Unicom übernimmt den Festnetzanbieter Netcom. Satte 36,2 Milliarden Euro gibt China Unicom für den Zukauf aus.
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Hamburg - Die Umgestaltung des chinesischen Telekommunikationsmarkts geht in rasantem Tempo voran: Durch die Fusion der staatlich kontrollierten Festnetz- und Mobilfunkgesellschaften wird sich die Zahl der großen Mitspieler am Markt nun halbieren. Nach der Fusion soll Netcom von der Börse verschwinden.

Die chinesische Regierung hatte im Mai eine radikale Umstrukturierung des Telekommunikationsmarktes angekündigt, um den Wettbewerb zu fördern. Durch die Marktreform sollen die 1,3 Milliarden Chinesen zugleich Zugang zum UMTS-Markt erhalten. Der Standard ermöglicht den Internet-Anschluss, Online-Spiele und eine ganze Palette von Multimedia-Anwendungen per Mobil-Telefon. Zulieferer wie Ericsson  , Motorola  , Nokia  , Nortel   und Siemens   hoffen hier in der Folge auf milliardenschwere Aufträge.

Die Umorganisation des Marktes erlaubt es ausländischen Firmen auch, sich an chinesischen Telekommunikationsfirmen zu beteiligen. Bislang war solch eine Beteiligung nur begrenzt möglich - so hält etwa Vodafone   3,3 Prozent an China Mobile  .

Seit Verkündung der Reformpläne sind die Aktien von China Unicom, Netcom und Telecom vom Handel ausgesetzt. Unicom-Papiere sollen am Dienstag erstmals wieder gehandelt werden. Die Aktien von China Mobile, das den Plänen nach Festnetzbetreiber Railcom übernehmen wird, schlossen am Montag 2,5 Prozent im Plus.

cvk/Reuters/dpa