Milliardendeal Chinesische Telefonriesen fusionieren
Hamburg - Die Umgestaltung des chinesischen Telekommunikationsmarkts geht in rasantem Tempo voran: Durch die Fusion der staatlich kontrollierten Festnetz- und Mobilfunkgesellschaften wird sich die Zahl der großen Mitspieler am Markt nun halbieren. Nach der Fusion soll Netcom von der Börse verschwinden.
Die chinesische Regierung hatte im Mai eine radikale Umstrukturierung des Telekommunikationsmarktes angekündigt, um den Wettbewerb zu fördern. Durch die Marktreform sollen die 1,3 Milliarden Chinesen zugleich Zugang zum UMTS-Markt erhalten. Der Standard ermöglicht den Internet-Anschluss, Online-Spiele und eine ganze Palette von Multimedia-Anwendungen per Mobil-Telefon. Zulieferer wie Ericsson , Motorola , Nokia , Nortel und Siemens hoffen hier in der Folge auf milliardenschwere Aufträge.
Seit Verkündung der Reformpläne sind die Aktien von China Unicom, Netcom und Telecom vom Handel ausgesetzt. Unicom-Papiere sollen am Dienstag erstmals wieder gehandelt werden. Die Aktien von China Mobile, das den Plänen nach Festnetzbetreiber Railcom übernehmen wird, schlossen am Montag 2,5 Prozent im Plus.
cvk/Reuters/dpa