Milliardendeal: RWE verkauft Thames Water - DER SPIEGEL
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Milliardendeal RWE verkauft Thames Water

Der Energiekonzern RWE hat den größten britischen Wasserversorger Thames Water für rund zwölf Milliarden Euro abgestoßen. Käufer ist das Unternehmen Kemble Water Limited, ein Konsortium unter der Führung der australischen Bank Macquarie.
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Essen - Der Vorstand der RWE   AG habe der Transaktion zugestimmt, hieß es in der am Abend veröffentlichten Mitteilung des Essener Unternehmens. Das Geschäft bedürfe allerdings noch der Zustimmung des Aufsichtsrats der RWE AG, sowie der zuständigen Kartellbehörden. Die Transaktion umfasst die Aktivitäten von Thames Water in Großbritannien sowie den wesentlichen Teil des internationalen Geschäfts des Unternehmens.

"Die Veräußerung von Thames Water ist ein entscheidender Schritt bei der Umsetzung unserer Strategie einer konsequenten Konzentration auf unsere Kernkompetenzen in den zusammenwachsenden Strom- und Gasmärkten in Europa", sagte RWE-Chef Harry Roels.

Roels hatte bereits vor einem Jahr den Verkauf von Thames Water und der US-Wassertochter American Water angekündigt. American Water soll spätestens 2007 an die Börse gebracht werden. RWE hatte Thames Water im Jahr 2000 für 7,1 Milliarden Euro übernommen, einschließlich Schulden waren es mehr als elf Milliarden. 2003 hatte RWE American Water für 4,5 Milliarden Euro gekauft.

Auf Basis des Kaufpreises von 4,8 Milliarden Pfund und pro forma Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 3,2 Milliarden Pfund (4,8 Milliarden Euro) betrage der Transaktionswert insgesamt 8,0 Milliarden britische Pfund (rund 11,9 Milliarden Euro), wie der Essener Energieriese weiter mitteilte. RWE erwartet aus dieser Transaktion nach eigenen Angaben einen Buchgewinn in Höhe eines mindestens mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags.

reh/AP/AFP/Reuters

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