Milliardendeal Sony greift nach Filmstudio MGM
New York - An den Verhandlungen seien Sony sowie die Investmentfirmen Texas Pacific Group und Providence Equity beteiligt, meldete die Nachrichtenagentur Reuters. Gemeinsam könnte die Gruppe bis zu fünf Milliarden Dollar für Metro-Goldwyn-Mayer bieten. Die Aktie von MGM zog um mehr als zwölf Prozent an.
Die Gespräche seien schon fortgeschritten, hieß es aus Verhandlungskreisen. MGM habe die Investmentbank Goldman Sachs mit den Verhandlungen beauftragt.
Mehrheitseigner bei MGM ist der US-Milliardär Kirk Kerkorian, der über seine Investmentfirma Tracinda Corporation drei Viertel der Anteile hält. Kerkorian hat MGM seit der Stummfilm-Ära bereits mehrmals besessen und sei auch diesmal daran interessiert, das Filmstudio an Sony zu verkaufen, hieß es aus den Kreisen. Kerkorian hat außerdem eine Milliardenklage gegen DaimlerChrysler angestrengt, weil er die Fusion von Daimler und Chrysler als verdeckte Übernahme sieht.
Sony wird schon lange ein Interesse an der riesigen MGM-Filmbibliothek nachgesagt, zu der unter anderem Klassiker wie "James Bond", "Rain Man" oder "Rocky" gehören. Mit Hilfe dieser Filme könne der Elektronikriese seinen DVD- und Videoverkauf ankurbeln: Neue Übertragungstechnologien verlangen zudem Inhalte, um ihren Weg ins Wohnzimmer der Kunden zu finden.