Milliardengebot: Inder kämpfen um Hamburger Windenergie-Firma - DER SPIEGEL
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Milliardengebot Inder kämpfen um Hamburger Windenergie-Firma

Der Hamburger Windenergie-Konzern Repower wird bisher in keinem wichtigen Börsenindex geführt, international begehrt ist er trotzdem. Nach dem französischen Energieriesen Areva interessiert sich nun auch ein indisches Unternehmen für die Hamburger - und will eine erstaunliche Summe zahlen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Um den Hamburger Hersteller ist ein Übernahmekampf ausgebrochen. Nachdem Areva im Januar eine Offerte unterbreitet hatte, legte am Freitag die Kölner Suzlon Windenergie ein Angebot vor.

Die Tochter des indischen Windturbinenherstellers Suzlon bietet 126 Euro pro Repower  -Aktie und damit 20 Prozent mehr als Areva - und insgesamt über eine Milliarde Euro. Das Kaufangebot von Areva liegt bei 105 Euro je Aktie und damit 44 Prozent über dem Durchschnittspreis der letzten drei Monate.

Suzlon ist Marktführer für die Herstellung von Windturbinen in Asien und weltweit der fünftgrößte Windturbinenproduzent. Das Beratungsunternehmen Linklaters, das Suzlon bei dem Angebot hilft, erklärte, Suzlon werde bei seiner Offerte auch von der portugiesischen Martifer Group unterstützt. Martifer ist mit 25,4 Prozent nach Areva der zweitgrößte Anteilseigner von Repower.

Areva ist der weltweit größte Hersteller von Atomkraftwerken. Der Konzern war 2005 bei Repower eingestiegen und ist mit rund 30 Prozent bereits der größte Einzelaktionär des Windanlagenbauers. Das Areva-Übernahmeangebot wird vom Repower-Vorstand befürwortet.

Der frisch entbrannte Übernahmekampf um Repower hat die Aktien des Windkraftanlagenbauers beflügelt. Die Papiere waren zunächst vom Handel ausgesetzt, schossen aber nach Wiederaufnahme um gut 23 Prozent in die Höhe auf ein Rekordhoch von 140 Euro. Auch die Papiere anderer Windanlagenhersteller stiegen wegen der Übernahmefantasie im Kurs.

itz/mm.de/ddp/dpa/Reuters