Milliardengeschäft: EM.TV steigt in die Formel 1 ein - DER SPIEGEL
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Milliardengeschäft EM.TV steigt in die Formel 1 ein

Das Geschäft ist perfekt. EM.TV wird Partner von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Das Münchner Medienunternehmen kauft für rund 3,3 Milliarden Mark 50 Prozent der Formel 1.
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München - EM.TV werde 712,5 Millionen US-Dollar in bar und zusätzlich zehn Millionen seiner eigenen Aktien zahlen, teilte das Medienunternehmen mit. EM-TV-Vorstandsvorsitzender Thomas Haffa nannte die Vereinbarung das "wichtigste Abkommen", dass seine Firmen je geschlossen habe.

EM.TV übernimmt mit dem Kauf die Hälfte an der Formel-1-Holding SLEC, die sämtliche Vermarktungsrechte an der Königsklasse des Motorsports hält. Die Münchner kaufen die Anteil von der zur Deutschen Bank gehörenden Investmentbank Morgan Grenfell Private Equity in London, die bislang 12,5 Prozent der Anteile besaß, sowie von der US-Investmentgesellschaft Hellman&Friedman, die 37,5 Prozent hielt.

Die übrigen 50 Prozent der Anteile der Formel-1-Holding bleiben bis auf weiteres in den Händen des Briten Ecclestone. Er kommentierte den Einstieg von EM.TV mit den Worten, die Merchandising-Erfahrung des Unternehmens werde helfen, die Formel 1 weiter voranzubringen. Die Umsätze der Formel 1 - so schätzt EM.TV-Finanzvorstand Florian Haffa - werden in den kommenden Jahren um jeweils 25 Prozent wachsen.

Mittelfristig solle die Formel 1 selber an die Börse gebracht werden. Innerhalb eines Jahres wollen beiden Seiten darüber verhandeln, inwieweit EM.TV weitere Anteile an SLEC übernehmen wird. Die Münchner möchten ihre Beteiligung auf 75 Prozent aufstocken. Gespräche mit dem Organisator der Rennserie über den Kauf von weiteren 25 Prozent liefen bereits, sagte eine EM.TV-Sprecherin.

Im Vorstand der SLEC werden künftig jeweils gleich viele Vertreter von Ecclestone und EM.TV sitzen. EM.TV will die Brüder Thomas und Florian Haffa sowie Nickolaus Becker und Herbert Kloiber entsenden.

Die Aktie von EM.TV sprangen am Mittwochmorgen zu Beginn des Börsenhandels um fast zehn Prozent auf 105,50 Euro.