Milliardenverlust: Lehman Brothers degradiert Finanzchefin - DER SPIEGEL
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Milliardenverlust Lehman Brothers degradiert Finanzchefin

Erst schreibt die US-Bank Lehman Brothers Milliardenverluste, jetzt muss die verantwortliche Finanzchefin gehen: Erin Callan arbeitet künftig nur noch im Investmentbanking. Auch ein weiterer Vorstand wird ausgetauscht.
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New York - In Folge der Kreditkrise kämpft die US-Bank Lehman Brothers   mit massiven Problemen. Jetzt tauscht das Institut seine Finanzchefin aus. Die bisherige CFO Erin Callan mache Platz für Ian Lowitt, teilte das Unternehmen mit. Callan werde künftig wieder im Investmentbanking arbeiten.

Zudem wechselte Lehman Brothers den für das operative Geschäft zuständigen Vorstand Joseph Gregory aus. Der Posten wird nun von Bart McDade ausgefüllt. An der Wall Street verloren Lehman-Aktien in den ersten Handelsminuten bis zu sechs Prozent an Wert, tendierten später aber nur noch leicht im Minus.

Analysten begrüßten den Wechsel. "Ich denke, angesichts der großen Unzufriedenheit unter den Anlegern ist es Zeit, einige der Verantwortlichen im Management auszutauschen", sagte Anton Schutz von Mendon Capital Advisors.

Der Großaktionär und Milliardär Maurice Greenberg bekräftigte nach Bekanntwerden der Nachricht sein Engagement bei Lehman Brothers. Der Aktienkurs der US-Bank hat sich seit Jahresbeginn um mehr als 60 Prozent verbilligt.

Erst vor kurzem hatte Lehman die Finanzmärkte mit einer weiteren milliardenschweren Kapitalerhöhung schockiert. Das seit Monaten wegen der Kreditkrise unter Druck stehende Institut brachte am Montag den Verkauf von Aktien für sechs Milliarden Dollar auf den Weg.

Anlass ist die Bilanz des zweiten Quartals: In den drei Monaten bis Ende Mai wird voraussichtlich ein Verlust von 2,77 Milliarden Dollar anfallen. Experten hatten deutlich weniger erwartet.

wal/Reuters

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