Milliardenverluste: DaimlerChrysler leidet unter Töchtern - DER SPIEGEL
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Milliardenverluste DaimlerChrysler leidet unter Töchtern

Die Sanierung der Tochterfirmen in den USA und Japan beschert DaimlerChrysler Milliardenverluste. Auch der Umsatz des Konzerns ging zurück.
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Stuttgart - Die milliardenschweren Restrukturierungskosten für die Chrysler Group und den japanischen Autobauer Mitsubishi belasten wie erwartet das Quartalsergebnis des Autokonzerns. Der operative Verlust betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 3,8 Milliarden Euro, teilte DaimlerChrysler am Mittwoch mit. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte DaimlerChrysler noch einen Gewinn von rund 2,5 Milliarden Euro ausgewiesen.

Ohne die hohen Einmalaufwendungen für die angeschlagenen Töchter fiel der operative Verlust mit 0,6 Milliarden Euro geringer als erwartet aus. Der Konzern hatte noch auf der Hauptversammlung in Berlin angekündigt, der Verlust werde zwischen 0,8 und 1 Milliarden Euro liegen.

Sorge bereitet Analysten die Entwicklung im Nutzfahrzeugegeschäft. Hier fuhr DaimlerChrysler im ersten Quartal einen Verlust von 138 Millionen Euro ein. Dies zeige, so Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler, dass Chrysler nicht das einzige Problem des Autokonzerns sei.

Der Umsatz nahm im Vergleich zum Vorjahr (40,9 Milliarden Euro) um 13 Prozent auf 35,5 Milliarden Euro ab. Für das gesamte Jahr 2001 erwartet der Konzern einen Umsatz von 145 Milliarden Euro nach 162 Milliarden Euro im Jahr davor. Der operative Gewinn werde ohne Einmaleffekte wie angekündigt zwischen 1,2 und 1,7 Milliarden Euro liegen.

"Es sieht so aus, als hätte sich Chrysler nicht so schlecht entwickelt wie erwartet", sagte Auto-Analyst Thomas Aney. Er habe mit einem deutlich höheren operativen Verlust gerechnet. Außerdem habe die Pkw-Sparte Mercedes/Smart offenbar ein sehr starkes Quartal gehabt, während sich die Nutzfahrzeug-Sparte schlechter als erwartet entwickelt habe.

Hans-Joachim König von Union Investment sagte, auch wenn die Zahlen etwas besser ausgefallen seien, seien sie nicht so gut, dass sie bereits einen Erfolg der Sanierungspläne garantierten. "Wir halten unseren neutralen Standpunkt bei, bis sie klar belegt haben, dass sie mit ihren Sanierungsprogrammen für Chrysler und Japan die Wende geschafft haben", sagte er.

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