Mineralölkonzerne: Benzinpreise auf Rekordniveau - DER SPIEGEL
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Mineralölkonzerne Benzinpreise auf Rekordniveau

Nach den freien Tankstellen haben nun auch die großen Konzerne ihre Benzinpreise weiter erhöht. Der Liter Normalbenzin soll mindestens 2,05 Mark kosten, mehr als je zuvor.
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Hamburg - "Wir sind den Preisen der freien Tankstellen gefolgt", sagte ein Sprecher der RWE-DEA. Der Mindestpreis für einen Liter Normalbenzin betrage jetzt 2,049 Mark. Super soll 2,099 Mark kosten, Super Plus mindestens 2,149 Mark, für einen Liter Diesel muß 1,549 Mark bezahlt werden.

Die Benzinpreise sind nach der erneuten Anhebung auf Rekordniveau angekommen. "Das ist nach meinen Unterlagen höher als je zuvor", sagte Karl-Heinz Schult-Bornemann von der Esso. Die Erhöhungen fielen regional unterschiedlich aus, da sich die Preise von Stadt zu Stadt deutlich unterschieden.

Ausgelöst wurde die Preisanhebung am Dienstag von den Freien Tankstellen. Marktführer Aral wollte im Laufe des Tages seine Preise auch auf dieses Niveau anheben. Shell wollte nachziehen. Eine Alternative gebe es nicht, sagte ein Shell-Sprecher. "Dafür gehen wir zu sehr auf dem Zahnfleisch." Erwogen würden Preise auf dem Niveau der freien Tankstellen oder knapp darunter.

Am Dienstag hatten die traditionell günstigeren freien Tankstellen ihre Preise über das Niveau der großen Konzerne angehoben und den Schritt als einen "Befreiungsschlag" bezeichnet. Ein Aral-Sprecher sagte, der ungewöhnliche Schritt der freien Tankstellen zeige, wie dramatisch die Situation sei.

In der Mineralölbranche werden durch einen seit fast drei Monaten andauernden Preiskampf Verluste in Millionenhöhe gemacht, die vor allem mittelständische Unternehmen an den Rand des Ruins gebracht haben. Mitte März hatte DEA eine Bonuskarte eingeführt, die den Benzinpreis effektiv um einen Pfennig senkte. Die Konkurrenten werfen DEA vor, damit den Preiskampf angezettelt zu haben, in dessen Verlauf der Benzinpreis im April um durchschnittlich bis zu zwölf Pfennig gesunken war.