Mini-Produktion: BMW entlässt 850 Mitarbeiter - DER SPIEGEL
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Mini-Produktion BMW entlässt 850 Mitarbeiter

Nach bislang glänzenden Verkaufszahlen ist der Mini-Absatz im Januar eingebrochen. Der Autobauer BMW trennt sich nun von 850 Zeitarbeitern in seinem britischen Werk. Künftig soll dort nur noch an fünf statt an sieben Tagen in der Woche gearbeitet werden.
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London/München - Schlechte Nachrichten für 850 Zeitarbeiter im Mini-Werk im britischen Cowley: BMW teilte am Montag mit, sie entlassen zu müssen. Grund sei die gesunkene Nachfrage. Die Verträge mit den Zeitarbeitern seien nicht verlängert worden, erklärte ein Sprecher.

Mini-Modelle in England: Zwei statt drei Schichten

Mini-Modelle in England: Zwei statt drei Schichten

Foto: DPA

Die Produktion in dem Werk werde ab Anfang März von Drei-Schicht- auf Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt, die Wochenendschicht gestrichen. Statt wie bisher an sieben Tagen die Woche liefen die Bänder dann nur noch an fünf Tagen pro Woche. Die Stammbelegschaft sei nicht von Stellenabbau betroffen.

Zwar ist der Absatz des Mini im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent auf über 232.000 Fahrzeuge gestiegen. Die Kleinwagenmarke habe sich angesichts der weltweiten Krise vergleichsweise gut geschlagen, teilte das Unternehmen weiter mit. Sie sei jedoch nicht immun gegen die konjunkturellen Entwicklungen. Nachdem das Mini Cabrio nicht mehr produziert wird und das Nachfolgemodell erst Ende März auf den Markt kommt, hatte auch die bislang erfolgreiche Marke deutliche Verkaufseinbrüche hinnehmen müssen. Im Januar gingen die Verkaufszahlen um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück.

In Cowley in der Nähe von Oxford beschäftigt BMW   nach Angaben des Sprechers 4300 feste Mitarbeiter. Von den bisher zusätzlichen 940 Zeitarbeitern sollen nun nur noch 90 bleiben. In Cowley können bis zu 800 Autos pro Tag produziert werden. 80 Prozent der in Großbritannien gebauten Minis gehen in den Export.

Bereits zuvor hatte BMW angekündigt, rund 26.000 Mitarbeiter im Februar und März tageweise nach Hause zu schicken. Zuvor hatten unter anderen der Stuttgarter Konkurrent Daimler  , die General-Motors-Tochter Opel sowie mehrere Zulieferer Kurzarbeit angekündigt.

Der Absatzrückgang bei BMW hat sich zu Jahresbeginn fortgesetzt. Die Verkäufe waren im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich um 24,2 Prozent auf rund 70.400 Wagen zurückgegangen.

kaz/AP/ddp