Mini-Zuwachs: Amerikaner verdienen 15 Dollar pro Stunde - DER SPIEGEL
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Mini-Zuwachs Amerikaner verdienen 15 Dollar pro Stunde

Die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt gehörte lange zu den Problemen der Regierung George Bush. Das hat sich 2004 geändert - insgesamt sind nach offiziellen Daten 2,2 Millionen Jobs neu geschaffen worden. Der durchschnittliche Lohn ist ebenfalls gestiegen, allerdings nur minimal.
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Washington - Das Jahr endete wie es begann: Mit einer positiven Tendenz auf dem Stellenmarkt. Im Dezember 2004 sind in den USA außerhalb der Landwirtschaft noch einmal 157.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, so das Arbeitsministerium. Damit handelt es sich um das beste Jahresergebnis seit dem vorletzten Amtsjahr der Clinton-Regierung.

Die Arbeitslosenquote verharrte zuletzt bei 5,4 Prozent und war damit so hoch wie im November. In diesem Monat sind nach revidierten Angaben vom Freitag 137.000 neue Arbeitsplätze entstanden worden - 25.000 mehr als ursprünglich errechnet worden war.

Volkswirte hatten sich noch etwas optimistischer gezeigt und damit gerechnet, dass im Dezember 175.000 Jobs neu entstehen würden. Die Enttäuschung an der Wall Street hielt sich aber in Grenzen. Der Dow-Jones-Index legte im frühen Handel um knapp 0,2 Prozent auf 10.643 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq gewann knapp 0,5 Prozent auf 2099 Punkte.

"Wirtschaft läuft rund"

Gestützt wurde die insgesamt positive Job-Entwicklung 2004 laut US-Wirtschaftsagentur Bloomberg auch von der Ausgabenpolitik der Regierung und massiven Steuersenkungen. Ansichts der guten Zahlen sei es wahrscheinlich, dass die US-Zentralbank ihren Kurs der Zinserhöhungen beibehalten werde. "Konsumausgaben und Investitionen sind derzeit stark, die Wirtschaft läuft rund", wurde ein Unternehmenssprecher zitiert.

Der durchschnittliche US-Stundenlohn erhöhte sich den Angaben zufolge um 0,1 Prozent auf 15,86 US-Dollar. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit stieg im Vergleich zum November um sechs Minuten auf 33,8 Stunden.

Mit den 2,2 Millionen neuen Jobs nähert sich die Zahl der Arbeitsplätze in den USA allmählich wieder dem Niveau vor dem Einbruch 2000/2001. Noch fehlen im Vergleich zum Beginn der ersten Präsidentschaft von George W. Bush im Januar 2001 über 300.000 Arbeitsplätze.