Minijobs: Einzelhandel protestiert gegen Erhöhung der Abgabenpauschale - DER SPIEGEL
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Minijobs Einzelhandel protestiert gegen Erhöhung der Abgabenpauschale

Der Plan der Bundesregierung, die Pauschalabgabe für Minijobs von 25 auf 30 Prozent zu erhöhen, stößt speziell beim Einzelhandel auf vehemente Ablehnung. Hunderttausende Jobs stünden auf dem Spiel, sagt der Verband.
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Frankfurt am Main - Die von der Bundesregierung geplante Erhöhung der pauschalen Abgabe würde die Branche jährlich mit 192 Millionen Euro zusätzlich belasten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Holger Wenzel, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Auf alle Beschäftigungsverhältnisse der Branche umgelegt entspreche dies einer Erhöhung der Sozialabgaben um 0,4 Prozent und knapp der Hälfte der Kosten, die der Branche durch den jüngsten Tarifabschluss entstünden.

Die Abgabenerhöhung stehe mithin in diametralem Gegensatz zu den Versprechen der Bundesregierung, die Lohnnebenkosten dauerhaft zu senken und den Faktor Arbeit zu entlasten, rügte Wenzel. Dies treffe den Einzelhandel besonders hart, dessen Arbeitskosten seit 1992 um 40 Prozent gestiegen seien, während sich der Umsatz noch auf dem damaligen Niveau bewege. Die Unternehmen seien nicht in der Lage, weitere Kostensteigerungen durch allein fiskalisch motivierte Maßnahmen zu verarbeiten, zumal Anfang 2007 auch noch eine Mehrwertsteuererhöhung drohe. Der Anteil der Schwarzarbeit werde sich erhöhen und zum Abbau Hunderttausender legaler Beschäftigungsverhältnisse führen.