Minus 25 Prozent: Chinas Export bricht dramatisch ein - DER SPIEGEL
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Minus 25 Prozent Chinas Export bricht dramatisch ein

Die weltweite Wirtschaftskrise trifft China mit voller Wucht. Im Februar gingen die Ausfuhren der Volksrepublik um 25,7 Prozent zurück. Auch Japan klagt über eine Exportflaute - die Aufträge im Maschinenbau fielen auf den niedrigsten Stand seit 22 Jahren.
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Peking - Der boomende Export war das Rückgrat der chinesischen Wirtschaft - nun bricht der Außenhandel weg. Im Februar gingen die Ausfuhren um 25,7 Prozent auf 64,8 Milliarden Dollar zurück. Die Importe sanken um 24,1 Prozent auf 60 Milliarden Dollar, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten.

Der Einbruch bei den Exporten verstärkt den Druck auf die Regierung, die Inlandsnachfrage zu steigern. So soll die Abhängigkeit der chinesischen Volkswirtschaft vom Außenhandel verringert werden. Die Regierung hatte ein Konjunkturpaket von vier Billionen Yuan (rund 459 Milliarden Euro) beschlossen, um die einheimische Wirtschaft anzukurbeln. Handelsminister Chen Deming warnte, es sei unwahrscheinlich, dass der Abschwung bald zu Ende gehe.

Der Zusammenbruch der weltweiten Nachfrage nach chinesischen Spielwaren, Schuhen und anderen Gütern führte bereits zur Schließung tausender Fabriken. Dadurch verloren 20 Millionen Wanderarbeiter ihren Arbeitsplatz.

Auf der Importseite schadet der Rückgang der chinesischen Einfuhren den internationalen Handelspartnern, vor allem in anderen Ländern Asiens. Allein in Japan sind die Aufträge im Maschinenbau im Januar auf den tiefsten Stand seit fast 22 Jahren gesunken. Eine so lange Durststrecke hat die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt noch nie zuvor verzeichnet.

Wie die Regierung am Mittwoch bekanntgab, belief sich die Höhe der Auftragseingänge mit Ausnahme des Schiffbaus und von Stromversorgern auf 718,3 Milliarden Yen (5,7 Milliarden Euro). Das sind 3,2 Prozent weniger als im Vormonat. Eine deutliche Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Besonders drastisch sind die Rückgänge aus dem Ausland: Hier verzeichneten die Maschinenbauer 49 Prozent weniger Aufträge.

Insgesamt ist Japans Export im Januar um 46,3 Prozent eingebrochen. Dadurch verzeichnet das stark exportabhängige Land erstmals seit 13 Jahren ein Defizit in der Leistungsbilanz.

wal/AP/dpa-AFX

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