Mitarbeiter fürchten: Deutsche Bahn ruiniert Arcor - DER SPIEGEL
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Mitarbeiter fürchten Deutsche Bahn ruiniert Arcor

Die Mitarbeiter der Telefon-Gesellschaft Arcor fürchten offenbar, dass die Deutsche Bahn ihr Unternehmen in den Ruin treibt. Jetzt bittet Arcor-Gesamtbetriebschef Hermann Schmidt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) um Hilfe.
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Düsseldorf/Frankfurt am Main - Arcor sei seit mehreren Monaten intern und extern fast gelähmt, schrieb Schmidt nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" an Schröder. Das sei in einem sich rasch verändernden Telekommunikationsmarkt tödlich. Die Schuld an dem Zustand gibt Schmidt der "Süddeutschen Zeitung" zufolge der Deutschen Bahn, die als Minderheits-Gesellschafterin die Unternehmensentwicklung blockiere. Der Kanzler solle einschreiten.

Die Bahn wolle ihre Fernmeldeanlagen zur Steuerung der Züge, die sie vor fünf Jahren in Arcor eingebracht hat, nun zurücknehmen und wieder selbst betreiben. Bei Arcor stoße das auf Widerstand, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Das Bahngeschäft mache ein Viertel des Umsatzes aus. Eine Teilung des Unternehmens gefährde Arcor und die 8300 Arbeitsplätze, warnte Schmidt. Um ihre Forderung durchzusetzen, habe die Bahn bei Arcor Gremiensitzungen ignoriert, einer Kapitalerhöhung mehrfach die Zustimmung verweigert und den Börsengang verhindert. Die Bahn weise die Vorwürfe zurück, heißt es in dem Zeitungsbericht.