EASYJET Mitarbeiter planen Proteste
Passagiere der britischen Billigfluglinie Easyjet müssen von dieser Woche an mit erheblichen Verzögerungen bei ihren Flügen rechnen, wenn sie von Berlin aus abheben wollen. Einige Verbindungen könnten sogar ganz gestrichen werden. Hintergrund ist ein seit Monaten schwelender Streit zwischen der Geschäftsführung in London und den rund 300 Beschäftigten am deutschen Stammsitz in Berlin. So hatten Easyjet-Angestellte in den vergangenen Monaten versucht, erstmals einen gemeinsamen Betriebsrat zu wählen, waren damit aber vor Gericht gescheitert. Mit spontanen Protestaktionen bis hin zu befristeten Streiks wollen sie nun für einen Tarifvertrag kämpfen, der laut Gesetz für Arbeitnehmer von Luftfahrtunternehmen Voraussetzung für die Bildung eines Betriebsrats ist. Zusätzlich angestachelt wird der Unmut der Beschäftigten durch eine Mitteilung, die sie am Dienstag vergangener Woche erhielten. Darin kündigte die Geschäftsleitung an, die Arbeitsverträge ihrer deutschen Mitarbeiter frühestens ab Februar von britischem auf deutsches Recht umzustellen - einen Monat später als schon seit längerem geplant.