Mitarbeiter-Vorwurf: Microsoft-Boss wollte Google "killen" - DER SPIEGEL
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Mitarbeiter-Vorwurf Microsoft-Boss wollte Google "killen"

Der Konkurrenzkampf zwischen Google und Microsoft erregt die Gemüter – vor allem bei Microsoft. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, soll Konzernchef Steve Ballmer wegen Google förmlich ausgeflippt sein. Ballmer weist den Vorwurf zurück.
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San Francisco - Eidesstattliche Aussagen des vormaligen Microsoft-Angestellten Mark Lucovsky dokumentieren den Vorfall. Lucovsky hatte Microsoft verlassen, um einen Job bei Google anzunehmen. Als er Ballmer im vergangenen November über den Schritt informierte, hat dieser den Aussagen zufolge sehr rüde reagiert.

Ballmer habe einen Stuhl durch den Raum geschleudert, berichtet Lucovsky. Dann habe der Microsoft-Chef erklärt: "Ich werde Google killen." Google-Chef Eric Schmidt habe der aufgebrachte Ballmer gedroht: "Ich werde ihn beerdigen. Ich habe es schon getan und ich werde es wieder tun." Schmidt war vor seiner Google-Karriere bei den IT-Unternehmen Sun Microsystems   und Novell beschäftigt.

Microsoft   wies die Darstellung zurück. Ballmer sprach von "Übertreibungen". Die Unternehmen liefern sich derzeit einen juristischen Schlagabtausch um ihr Personal. Ein US-Gericht hat dem früheren Microsoft-Manager Kai-Fu Lee Ende Juli untersagt, für Google   zu arbeiten. Microsoft habe Grund zu der Annahme, dass die Weitergabe von Betriebsgeheimnissen dem eigenen Geschäft schade, hieß es zur Begründung.

Google hatte Kai-Fu Lee bei Microsoft abgeworben. Der Suchmaschinen-Spezialist soll ein neues Forschungszentrum in China leiten. Dies will Microsoft nicht hinnehmen, weil Lee 2000 einen Vertrag unterzeichnet hatte, der ihn verpflichtet, nicht zur Konkurrenz zu wechseln. Dagegen wiederum klagte Google, um Lee doch verpflichten zu können. Die Microsoft-Klausel verstoße gegen das Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes, hieß es.