Mitsubishi Die Sanierer schlagen zu
Tokio - Mitsubishi wird die Zahl seiner Stellen um rund 14 Prozent reduzieren. Das Unternehmen gab am Montag in Tokio bekannt, es wolle 9500 seiner insgesamt 65.000 Stellen bis 2003 streichen. Außerdem sei die Schließung eines noch nicht benannten Werkes in Japan geplant.
Die globalen Produktionskapazitäten des Unternehmens sollten um 20 Prozent reduziert werden. Zudem habe sich der Autobauer das Ziel einer Senkung der Materialkosten um 15 Prozent bis zum Jahr 2003 gesetzt.
Der viertgrößte japanische Autohersteller kündigte ferner an, bis zum Jahr 2003 eine operative Gewinnmarge von 4,5 Prozent erreichen zu wollen. Mitsubishi Motors erwartet nach bisherigen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2000/2001 einen Verlust von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen war im vergangenen Jahr durch einen Skandal um jahrzehntelang vertuschte Fahrzeugdefekte in die Schlagzeilen geraten.
Das Kostensenkungsprogramm des japanischen Autobauers ist Teil eines globalen Restrukturierungsplans des deutsch-amerikanischen Autokonzerns DaimlerChrysler, der am Montag ebenfalls einen Umbauplan für die US-Sparte Chrysler präsentieren will. DaimlerChrysler ist an Mitsubishi mit 34 Prozent beteiligt.