MobilCom: Finanzplan für UMTS - DER SPIEGEL
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MobilCom Finanzplan für UMTS

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Vertraulichen Firmenunterlagen zufolge rechnet MobilCom erstmals im Jahr 2008 mit einem Reingewinn bei UMTS. Die Investitionskosten werden in den Jahren 2002 bis 2005 mit jeweils 750 bis 900 Millionen Euro und in den folgenden fünf Jahren bis 2010 mit jeweils 600 bis 650 Millionen Euro beziffert. Bis zum Jahr 2010 würden sich die Kosten für den Netzaufbau auf 12,9 Milliarden Mark summieren.

Für die Lizenz bezahlte das Bieterkonsortium aus MobilCom und France Télécom 16,5 Milliarden Mark oder 8,4 Milliarden Euro. Beide Partner halten an "MobilCom Multimedia" jeweils die Hälfte. Die Lizenzkosten sollen durch eine Kapitalspritze von France Télécom in Höhe von 3,8 Milliarden Euro und durch einen Überbrückungskredit von 4,6 Milliarden Euro gedeckt werden.

Der Kredit hat Analystenkreisen zufolge einen Zinssatz von neun Prozent. Als Tilgungsziel seien die nächsten zwölf bis 24 Monate veranschlagt. Die Kosten für den Aufbau eines UMTS-Mobilfunkportals und die Netzinfrastruktur sollen ebenfalls durch Überbrückungskredite und über Lieferantenkredite aufgebracht werden.

Das UMTS-Portal will MobilCom bereits auf der Computermesse CeBit im Jahr 2001 präsentieren.