MobilCom: Schmid räumt dubioses Aktiengeschäft mit Ehefrau ein - DER SPIEGEL
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MobilCom Schmid räumt dubioses Aktiengeschäft mit Ehefrau ein

MobilCom-Chef Gerhard Schmid hat tatsächlich Geld aus seiner Firmenkassen entnommen, um es an die Firma seiner Frau zu bezahlen. Jetzt will er gegen die zu Felde ziehen, die es ausgeplaudert haben.
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Hamburg - Ein Sprecher des Büdelsdorfer Telekomanbieters erklärte am Montag, die veröffentlichten Zahlen stammten von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der France Télécom. Die Zahlen habe man den Wirtschaftsprüfern Ernst & Young im Rahmen der Jahres- und Quartalsabschlussprüfungen zur Verfügung gestellt. "Die MobilCom AG ist bestürzt über die Tatsache, dass vertrauliche Informationen aus einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in die Medien geraten sind", sagte der Sprecher.

MobilCom prüfe jetzt rechtliche Schritte gegen die "Financial Times", Ernst & Young sowie die France-Télécom-Tochter Orange. Dann bemühte er sich, den Zusammenhang der Zahlungen zu erklären: "MobilCom hat der Millennium GmbH eine Optionsprämie für ein Aktienprogramm zur Händlermotivation gezahlt". Die Millennium GmbH gehört der Frau von Schmid. Wie der "Spiegel" berichtete, handelte es sich um einen Betrag zwischen 105 und 126 Millionen Euro. Der Sprecher erklärte dagegen, die tatsächlichen Beträge seien deutlich niedriger.

Der Hintergrund: MobilCom und der Anteilseigner France Télécom streiten seit längerer Zeit darüber, wie hoch die Investitionen in den Aufbau des deutschen UMTS-Netzes sein sollen. Schmid will 1,4 Milliarden Euro ausgeben, France Télécom nur einige hundert Millionen Euro. France Télécom hält 28,5 Prozent an MobilCom und ist vertraglich verpflichtet, den UMTS-Aufbau zu finanzieren. Nach Ansicht von Branchenbeobachtern suchen die Franzosen einen Weg, um aus dieser Verpflichtung herauszukommen. Als ein möglicher Weg erscheine ihnen die Kritik am Aktienbesitz von Frau Schmid.