MobilCom Streit mit Partner kostete Millionen
Im ersten Quartal 2002 habe die öffentliche Diskussion um die Partnerschaft mit France Télécom auch im operativen Geschäft zu Einschnitten geführt, heißt es weiter. So musste unter anderem der im Februar 2002 geplante GPRS-Start verschoben werden. Eine Rückstellung von 77,5 Mio Euro sei deshalb notwendig geworden. Ingesamt belasten Sondereffekte von 90,3 Mio EUR das Ergebnis, die hauptsächlich in der Kontroverse mit dem französischen Partner ihre Ursache finden, so die Mitteilung.
Als Ursache wird das geringere Wachstum des Marktes genannt. Die Gesamtkundenbasis beläuft sich auf 9,0 Millionen Kunden im Vergleich zu 7,3 Millionen im Vergleichszeitraum 2001. Insgesamt 4,9 Millionen Kunden entfallen auf den Mobilfunk. Der Marktanteil der Mobilfunk-Vertragskunden bleibt mit 13,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2001 stabil. Damit sind zwei Drittel aller Mobilfunk-Kunden langfristige Vertragskunden.
Den Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) bezifferte MobilCom, das vor der Übernahme durch die France Télécom steht, auf 160,1 Millionen Euro nach minus 68,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz musste MobilCom einen deutlichen Rückgang verzeichnen. Dieser sank von 728,7 Millionen Euro auf 514,3 Millionen Euro.
MobilCom will sich im Zuge der UMTS-Einführung auf das Mobilfunk-Geschäft konzentrieren. Festnetz- und Internet-Aktivitäten würden gebündelt, Überkapazitäten, die in den Boomjahren 1999 und 2000 entstanden seien, korrigiert sowie zukunftsschwache Konzernbereiche abgenabelt, hieß es.