Mobilcom: Übernahme droht - DER SPIEGEL
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Mobilcom Übernahme droht

Mobilcom ist langsam wieder begehrt. Als potenzieller Käufer des Unternehmens gilt der Mobilfunk-Dienstleister debitel. Aber Firmenchef Grenz hat kein Interesse an einer Übernahme.
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Hamburg - Neben debitel soll nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) auch der britische Finanzinvestor Permira mit Mobilcom über einen Verkauf von 70 Prozent der Firmenanteile verhandeln.

Es sei allerdings nicht damit zu rechnen, dass die Verhandlungen so schnell, wie angeblich von Grenz geplant, über die Bühne gingen. So würde es noch bis in den Oktober dauern, bis die Interessenten das Büdelsdorfer Unternehmen samt der Tochter freenet unter die Lupe genommen haben. "Mit uns hat es dazu keine Gespräche gegeben", sagte Freenet-Chef Eckhard Spoerr der FTD.

Außerdem soll der italienische Internet-Dienstleister Tiscali an einer Mehrheitsübernahme von freenet interessiert sein. Die Gespräche seien aber abgebrochen worden, heißt es in der FTD unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Der zur Swisscom gehörende Mobilfunk-Anbieter debitel wollte sich zu den Gerüchten nicht äußern. Auch ein Mobilcom-Sprecher wollte eventuelle Gespräche nicht bestätigen.

Aus Unternehmenskreisen heißt es aber, das Mobilcom-Management suche zwar Investoren, sei aber gar nicht besonders begeistert über einen neuen Mehrheitsaktionär. Das Unternehmen könne auch ohne Partner weiter bestehen. Allein durch den Verkauf von zehn Prozent der Anteile am Tochterunternehmen freenet sei bereits die komplette Entschuldung erreicht.