Mobilfunk-Allianz Microsoft und Symbian attackieren Blackberry
Hamburg/London - Eigentlich sind sich die beiden Unternehmen in herzlicher Abneigung verbunden. Microsoft möchte sein PC-Betriebssystem Windows auch auf Handys zum Durchbruch verhelfen. Dabei ist das Redmonder Unternehmen bisher jedoch ziemlich erfolglos - und das liegt vor allem an Symbian. Das britische Konsortium ist Marktführer bei Betriebssystemen für so genannte Smartphones - Handys mit Kalender-, Kontakt- und Email-Funktionen.
Noch kürzlich hatte Symbians Chef David Levin den Konkurrenten scharf angegriffen und Microsofts Handy-Strategie als heiße Luft bezeichnet. Demnächst sollen Handys mit Symbian-Software nun jedoch Zugriff auf Microsofts Email-Plattform Exchange erhalten, berichten die "Financial Times" sowie das "Wall Street Journal" am Dienstag. Exchange-Server werden vor allem von Unternehmen eingesetzt.
Hintergrund des Waffenstillstands ist, dass sowohl Microsoft als auch Symbian bisher auf dem Markt für mobile Email-Lösungen im Unternehmensbereich weit abgeschlagen sind. Platzhirsch ist die kanadische Firma Research in Motion. Deren Blackberry-Geräte werden von Unternehmenskunden klar bevorzugt.