Mobilfunk-Boom: Handy-Verkäufe auf Rekordniveau - DER SPIEGEL
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Mobilfunk-Boom Handy-Verkäufe auf Rekordniveau

Die mageren Zeiten für Handyhersteller sind nach Ansicht von Marktforschern endgültig vorbei. Schon 2003 wurden alle Erwartungen übertroffen und neue Bestmarken erreicht, im laufenden Jahr soll das Geschäft noch besser laufen.
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Amsterdam - "2003 ist ein phänomenales Jahr für die Mobilfunk-Industrie gewesen, mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 20 Prozent", sagte Ben Wood, Experte der Marktforschungsgesellschaft Gartner. Sogar die Hersteller hätten die Stärke des Handy-Absatzes unterschätzt. Nach vorläufigen Schätzungen von Gartner wurden 2003 weltweit mehr als 510 Millionen Handys verkauft. Im laufenden Jahr rechnet Gartner mit einem Absatz von 560 Millionen Mobiltelefonen weltweit.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommen die Marktforscher von IDC. In ihrem Quartalsbericht "Worldwide Mobile Phone" heißt es, im Schlussquartal 2003 seien die weltweiten Lieferungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29,7 Prozent auf 167,8 Millionen Geräte gestiegen. Für das Gesamtjahr errechnete IDC ein Volumen von 533,4 Millionen Stück, was laut IDC einem Anstieg um 23,3 Prozent bedeutet. Damit wurden erstmals in einem Jahr mehr als 500 Millionen neuer Handys verkauft. Im bisherigen Rekordjahr 2000 hatte der Absatz bei rund 435 Millionen Handys gelegen.

Nach Einschätzung des IDC-Experten David Linsalata war 2003 in den asiatischen Schwellenländern und in Osteuropa ein kräftiger Anstieg der Nachfrage von Neukunden zu beobachten. Außerdem hätten Kunden in Europa ihre Geräte durch neuere Modelle ersetzt.

Marktführer Nokia konnte seine Position nach Angaben von IDC im 4. Quartal behaupten, musste aber ein leichtes Absinken seines Marktanteils von 35 Prozent im Jahr 2002 auf 33,6 Prozent im vergangenen Jahr hinnehmen. Der Branchenzweite Motorola fiel noch stärker zurück und kam nur noch auf einen Marktanteil von 14,1 Prozent nach knapp 16 Prozent 2002. Nach sehr guten Absatzzahlen im vierten Quartal - plus 38 Prozent - konnte Siemens auch seinen Weltmarktanteil von 8,4 Prozent auf 8,5 Prozent leicht steigern.