Mobilfunk: E-Plus hängt O2 ab - DER SPIEGEL
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Mobilfunk E-Plus hängt O2 ab

Der kleinste deutsche Mobilfunkanbieter O2 kann zwar seine Kundenzahlen steigern – doch gegen das Tempo des Rivalen E-Plus kommt er nicht an. Zumindest wächst O2 schneller als Marktführer T-Mobile.
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München - Die Zahl seiner Kunden stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 331.000 auf 10,1 Millionen, teilte der Anbieter O2 mit. Damit habe sich der Marktanteil binnen eines Jahres um 1,5 Prozentpunkte auf 12,5 Prozent erhöht.

Dazu beigetragen hat vor allem der "Genion"-Tarif, mit dem Mobilfunkkunden zuhause zu Festnetzpreisen mit ihrem Handy telefonieren können. Die Zahl der "Genion"-Kunden betrug zum Quartalsende 3,7 Millionen. Die beiden großen Anbieter Vodafone und T-Mobile hatten jüngst mit ähnlichen Angeboten nachgezogen.

Das Kundenwachstum der Tochter des spanischen Telefonica-Konzerns reichte jedoch nicht an den Erfolg der KPN-Tochter E-Plus in Deutschland heran. E-Plus gewann in den ersten drei Monaten 694.000 Kunden auf 11,4 Millionen zum Quartalsende. Damit hat der Mobilfunkanbieter 14,1 Prozent Marktanteil.

Zumindest konnte O2 beim Wachstum den Marktführer schlagen: T-Mobile steigerte seine Kundenzahl in seinem Heimatmarkt im ersten Quartal um 284.000 Kunden auf 30,2 Millionen. Der zweitgrößte deutsche Anbieter Vodafone hat noch keine Zahlen vorgelegt.

Wichtig ist neben dem reinen Kundenwachstum, ob sich dies auch im Umsatz niederschlägt. O2 sieht sich mit einem durchschnittlichen Umsatz pro Kunde von 320 Euro auf das Jahr gerechnet an der Spitze der Mobilfunkunternehmen in Deutschland.

Allerdings lag dieser um zehn Prozent unter dem Vorjahreswert, was O2 auf die Senkung der Gebühren zurückführte, die die Mobilfunker für die Durchleitung von Gesprächen erhalten.

ank/rtr