Mobilfunk: Handy-Boom nur ein Strohfeuer? - DER SPIEGEL
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Mobilfunk Handy-Boom nur ein Strohfeuer?

Die Mobilfunk-Branche verliert immer mehr von ihrem Zauber. Nach der Gewinnwarnung von Motorola haben mehrere Investmentbanken ihre Prognosen für die weltweiten Absatz von Handys im Jahr 2001 herabgesetzt.
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London - Die Deutsche Bank reduzierte ihre Prognose auf 490 von zuvor 531 Millionen, teilte das Institut am Montag in London mit. Merrill Lynch nahmen ihre Prognose auf 475 Millionen und Lehman Brothers auf 480 Millionen zurück, ohne dass hierfür die bisherigen Vorhersagen genannt wurden. Am Freitag hatte aus bereits Goldman Sachs seine Prognose von zuvor 500 Millionen auf 460 Millionen heruntergeschraubt.

Der US-Handy-Hersteller Motorola hatte ebenfalls am Freitag bekannt gegeben, dass der weltweite Handy-Absatz 2001 voraussichtlich unter 500 Millionen Einheiten fallen werde, gegenüber der ursprünglichen Prognose von 525 bis 575 Millionen Geräten. Der Aktienkurs war daraufhin um bis zu 6 Prozent eingebrochen.

Der US-Mobilfunkausrüster ortet seine Probleme allerdings nicht allein im Handygeschäft. Auch im Bereich Mobilfunknetze zeigen sich erste Schwächesignale. Nach Einschätzung von Motorola-Chef Robert Growney betreffen diese aber die gesamte Branche. Unter anderem sei der langsame Start der UMTS-Netze für die Flaute verantwortlich. "Die Euphorie des vergangnen Jahres ist verflogen", sagte Growney.