Mobilfunk-Neuauflage Aldi talkt weiter
Mühlheim - Für 2006 seien neue Verkaufsaktionen geplant, teilte Aldi heute auf seinen Internetseiten mit. Die erste Verkaufsphase sei ein "voller Erfolg" gewesen.
Aldi hatte in der vergangenen Woche den Vertrieb seines Mobilfunkangebotes gestoppt und eine Fortsetzung offen gelassen. Nach Angaben des Netzbetreibers E-Plus geschah die Beendigung "planmäßig".
Aldi entschuldigte sich nun dafür, dass derzeit keine weiteren Prepaid-Karten verkauft würden. Dies sei nur vorübergehend. Die bisherigen Talk-Kunden können ihr Guthaben weiter neu aufladen, wie Aldi klar stellte.
Nach früheren Angaben aus Branchenkreisen haben alleine in der ersten Woche 60.000 Kunden eine Karte bei dem Discounter erworben. In jeder der 4000 Aldi-Filialen wurden demnach im Schnitt täglich drei Aldi-Talk-Verträge unterzeichnet.
Nach Angabe des Aldi-Techniklieferanten Medion wurden bisher insgesamt 300.000 PrePaid-Karten verkauft. Aldi peilt eine Marke von mindestens 750.000 Mobilfunkverträgen an.
Wann zieht Lidl nach?
Das Beispiel von Aldi könnte Schule machen. In den kommenden Monaten werden nach Angaben aus Branchenkreisen weitere Discounter folgen. Anfang kommenden Jahres will der Aldi-Konkurrent Lidl seinerseits ein eigenes Mobilfunkangebot in das Sortiment aufnehmen. Der Minutenpreis von Aldi soll dabei unterboten werden.
Schon seit Anfang 2005 drängen mehrere Billiganbieter mit simpler Tarifstruktur auf den hiesigen Markt. Jüngste Gründungen dieser servicefreien Akteure sind der Mobilcom-Ableger Klarmobil.de, Blau.de und Easymobile. Vorreiter sind E-Plus mit der Billigtochter Simyo und der Handelskonzern Tchibo mit seinem Mobilfunkangebot.