Mobilfunkstrategie: Google verhandelt mit Verizon - DER SPIEGEL
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Mobilfunkstrategie Google verhandelt mit Verizon

Die Mobilfunkpläne von Google werden konkreter. Der US-Internetkonzern verhandelt Insidern zufolge mit der US-Mobilfunkfirma Verizon Wireless. Es geht um Software-Dienste für Handys.
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New York - Verizon-Communications-Vorstand Denny Strigl war bemüht, eine klare Antwort zu vermeiden: Sein Konzern spreche mit vielen Unternehmen, darunter auch Google, sagte er in einer Telefonkonferenz. Details wollte er nicht nennen.

Die Frage, der Strigl auswich, geht auf Nachrichten aus Konzernkreisen zurück, denen zufolge die Unternehmenstochter von Verizon Communications   und der britischen Vodafone   mit Google   über eine Kooperation verhandelt. "Es laufen fruchtbare Gespräche, die in ein Geschäft münden können", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Dabei gehe es um Technologien und Geschäftsmodelle wie werbefinanzierte Mobilfunkdienste, sagte ein anderer Kenner der Materie.

Zum Handelsauftakt der US-Börsen legte die Google-Aktie heute knapp ein Prozent zu und durchbrach damit erstmals die 700-Dollar-Marke. Google will einem Zeitungsbericht zufolge schon bald eine eigene Handy-Software vorstellen. Damit könnten die Handyhersteller passende Geräte bis Mitte 2008 auf den Markt bringen, hatte das "Wall Street Journal" gestern unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet. Eine entsprechende Ankündigung des führenden Suchmaschinendienstes sei in den kommenden zwei Wochen zu erwarten.

Die mit der Software betriebenen Mobiltelefone sollen demnach mehrere Google-Anwendungen zusammenführen, etwa die Suchmaschine, die Videoplattform YouTube und den Email-Dienst Gmail. Mit einem eigenen Betriebssystem für Handys würde Google erneut in die Domäne des Softwaregiganten Microsoft eindringen.

Zudem will Google dem Bericht zufolge den Quellcode seiner Software offen halten und so anderen Programmentwicklern den Zugang ermöglichen. Der US-Internetkonzern hat seine Reichweite im vergangenen Jahr mit großer Geschwindigkeit auf neue Anzeigenmärkte ausgedehnt, etwa auf TV-, Radio- und Printwerbung.

mik/Reuters