Mobiltelefonie VIAG Interkom will Service aufpeppen
München - Seit seinem Markteintritt im Herbst 1998 habe VIAG Interkom seinen Umsatz auf 1,7 Milliarden Mark steigern können, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Maximilian Ardelt. Auf Grund des rasanten Wachstums habe es jedoch Defizite beim Service gegeben. "Da knirscht es natürlich an allen Ecken und Enden", räumte Ardelt ein. In diesem Jahr solle in Call Center und den Kundenservice investiert werden. Dazu will VIAG Interkom 2000 neue Mitarbeiter einstellen.
Auch bei "Genion", das Festnetz und Mobilfunk verknüpft, gebe es noch Startschwierigkeiten, so Ardelt. Mit einem neuen Angebot für Familien solle die Zahl der Kunden in diesem Jahr von derzeit 100.000 auf 400.000 bis 500.000 Nutzer erhöht werden.
Trotz seines späten Einstiegs in die Mobiltelefonie konnte das Unternehmen bereits mehr als eine Million Kunden binden und seinen Umsatz vervierfachen. 1998 habe er bei 380 Millionen Mark gelegen. Trotz des Zuwachses schreibe das Unternehmen noch rote Zahlen, so Ardelt. Die Anlaufverluste betrugen 1999 rund 1,5 Milliarden Mark, 2001 will das Unternehmen jedoch erstmals eine ausgeglichene Bilanz erzielen
VIAG Interkom gehört zu jeweils 45 Prozent der VIAG AG und British Telecom. Zehn Prozent hält die norwegische Telenor As. Die Konzernmutter VIAG plant ein einheitliches Mobilfunknetz in Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein. Nach dem Erwerb der Lizenzen von Connect Austria und Orange Schweiz sei dies nun möglich, sagte Ardelt. Die zu diesem Zweck gegründete Zwischenholding VIAG Telecom AG soll innerhalb der nächsten zwei Jahre an die Börse gehen.