Mode-Aktien: Zyklische Edelmarken - DER SPIEGEL
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Mode-Aktien Zyklische Edelmarken

Angesichts der Kursstürze vieler Aktien schauen Anleger sich nach Alternativen um. Designer-Aktien erscheinen in neuem Glanz.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Groß in Mode sind die Werte von Escada und Boss. Beide Edelschneider aus Süddeutschland haben gewaltige Kurssprünge hingelegt: Boss stieg seit April vergangenen Jahres um über 110 Prozent, allein in diesem Jahr beträgt das Plus fast 10 Prozent. Escada kletterte seit Januar um über 50 Prozent. Gerade in unsicheren Börsenzeiten drängen die Anleger zu "sicheren Titeln, die dennoch Potenzial haben", sagt Analyst Hartmut Höhn von der Berenberg Bank. "Das Unternehmenswachstum etablierter Marken wie Boss und Escada liegt über dem Konsumwachstum." Davon profitieren nun die beiden Nobelhäuser. Wer zum Boss-Jackett oder zum Escada-Kostüm greift, kauft nicht nur ein Kleidungsteil, sondern ein Stück Lebensgefühl. Und die Lizenzrechte an dem Namen treiben die Kurse weiter nach oben. Weil sich Herrenschneider Boss zudem anschickt, die Damenwelt mit seiner eigenen Kollektion zu erobern, sieht Höhn vorläufig kein Ende des Aufwärtstrends. "Allerdings unterliegen Bekleidungshersteller starken Zyklen." Das bekommen der italienische Anbieter Gucci und das französische Luxushaus LVMH (Christian Dior) zu spüren. Deren Aktien haben, wie auch die Titel des Massenanbieters Benetton, derzeit wenig Glanz.