Modekonzern: Jil Sander tief in roten Zahlen - DER SPIEGEL
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Modekonzern Jil Sander tief in roten Zahlen

Der Hamburger Modekonzern Jil Sander schreibt weiter roten Zahlen. Der Umsatz ging vergangenes Jahr auf 125,7 Millionen Euro von 138,8 Millionen Euro zurück, der Verlust erhöhte sich von 26,3 auf 28,4 Millionen Euro. Der Konzern begründete den Fehlbetrag mit dem Irak-Krieg, der Lungenkrankheit Sars in Asien und der Euro-Stärke.
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Hamburg - Im August 2003 hatte der Modekonzern Jil Sander noch angekündigt, nach der Rückkehr seiner gleichnamigen Gründerin in das Unternehmen einen deutlichen Aufschwung seines Geschäftes zu erwarten. Die Modemacherin Jil Sander war im vergangenen Mai an die Spitze des nach ihr benannten Modekonzerns zurückgekehrt und hatte dort wieder das Design übernommen. Anfang 2000 hatte sie das Unternehmen verlassen, nachdem sie es an den italienischen Schuh- und Modekonzern Prada verkauft hatte, der sich stark in die operative Führung einschaltete.

Für das laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen jedoch davon aus, die Verluste verringern zu können. "Nun, da wir dieses schwere Jahr hinter uns haben, zeichnet sich ab, dass es im Jahr 2004 dank der Rückkehr von Frau Sander als Kreativdirektorin wieder aufwärts geht. Die Ordereingänge und Verkäufe für die Frühjahr- und Sommer- sowie die Herbst- und Winter-Kollektionen waren bereits sehr erfreulich", sagte heute Finanzvorstand-Bernhard Wirmer. "Für 2004 rechnen wir mit einer wesentlichen Steigerung des Umsatzes und mit einer klaren Minderung der Verluste des Sil-Sander-Konzerns."