Modellbahn-Baisse: Bei Märklin wackeln Hunderte Stellen - DER SPIEGEL
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Modellbahn-Baisse Bei Märklin wackeln Hunderte Stellen

Bei der Modellbahn-Legende Märklin wachsen die Probleme: Die Käufer halten sich zurück, die Produktion in Deutschland ist teurer als den Chefs lieb ist. Schon warnen Gewerkschafter, dass bis zu 400 Entlassungen drohen.
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Göppingen - 70 Prozent ihres Umsatzes erzielt die Traditionsfirma aus dem Schwabenland auf dem deutschen Markt. In Deutschland arbeitet auch der Hauptteil der Beschäftigten. Allein auf den Hauptsitz Göppingen entfallen 1160 der 1750 Stellen. Märklin fertigt außerdem in Ungarn und - in kleinerem Umfang - in China.

Knuffig: Nebenbahnlokomotive Baureihe E 69 der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft

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Foto: Märklin
Nützlich: Hochbordwagen E 040 der Deutschen Bundesbahn

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Foto: Märklin
Gewaltig: Dampflokomotive

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Foto: Märklin
Niedlich: Rangierlok mit Lorenkipper für Einsteiger

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Foto: Märklin
Modern: Güterlok der Reihe 659 der Österreichischen Bundesbahnen

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Foto: DPA
Königlich: Dampflok der Königlich Bayrischen Staatsbahn

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Foto: DPA
Königlich mit Anhang: Modell der Schnellzuglokomotive 54562

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Foto: DPA
Fasziniert: Besucher der Modellbahn-Ausstellung in Köln

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Foto: DPA

Nun fürchten Mitarbeiter und Gewerkschafter, dass Märklin in stärkerem Maße von der personal- und kostenintensiven Produktion in Deutschland abrückt. Das Unternehmen selbst bestätigt, dass man die Kosten um 15 Prozent senken wolle. Wie viele Stellen durch dieses Sparprogramm bedroht sind - das will ein Unternehmenssprecher nicht genau beziffern. Gewerkschafter der IG Metall sprechen von 350 bis sogar 400 bedrohten Stellen.





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Sicher ist: Betriebsrat und Geschäftsführung führen Gespräche, um möglichst viele Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. Die "Stuttgarter Zeitung" schreibt, statt der befürchteten Massenentlassung sei auch eine weniger starke Streichung der Stellenzahl möglich - vielleicht um 100 Personen. In der Diskussion seien Lohnkürzungen, Streichung von drei Urlaubstagen oder eine Verlängerung der Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich. Entschieden sei bisher nichts.

Antik: Elektrolokomotive aus Blech

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Foto: DPA
Rar und teuer: Amerikanische Stromliniendampflok (l) und das Schweizer Krokodil

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Foto: DPA
Fast vollendet: Elektrolokomotiven der Serie Swiss Collection

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Foto: DPA
Prominent: Der "Hogwarts Express" aus den Harry-Potter-Filmen

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Foto: Märklin
Generationenübergreifend: Das Christmas Starterset

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Foto: Gebr. Märklin & Cie. GmbH
Imposant: Spur-1-Lok mit Echtdampfantrieb der Baureihe 89

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Foto: DPA
Königlich en miniature: Lokomotive der Reihe S 3/6 der Königlich Bayerischen Staatsbahnen im Maßstab 1:87

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Foto: DPA
Aufwändig: Lok auf "Spur 1", der sogenannten Königsspur

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Foto: DPA





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Das Verhandlungsklima ist offenbar nicht das Beste. "Wir glauben der Geschäftsführung nichts mehr", zitiert die "Stuttgarter Zeitung" einen Beschäftigten. Geschäftsleitung und Betriebsrat hatten sich laut Südwestrundfunk erst zum Jahresbeginn auf einen Beschäftigungssicherungsvertrag geeinigt. Dieser sah vor, dass es bis zum Jahr 2008 keine Kündigungen geben sollte. Im Gegenzug wurde eine Verkürzung der Arbeitszeit vereinbart. Im Juni hat die Geschäftsleitung den Vertrag jedoch gekündigt, so der Radiobericht weiter.

Im Jahr 2002 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz nach eigenen Angaben um vier Prozent auf 170,5 Millionen Euro. Die Daten für 2003 werden erst am 19. Oktober bekannt gegeben. Wie die "Stuttgarter Zeitung" schreibt, bekommt Märklin - immerhin auch weltweit der größte Hersteller von Modelleisenbahnprodukten - inzwischen die Kaufzurückhaltung der Konsumenten zu spüren. Die Auftragslage sei nicht gut, die Umsatzziele kaum noch zu erreichen.